Hier fährt die Zukunft In Genf werden 170 Premieren gefeiert. Der KURIER zeigt Ihnen die wichtigsten

81. Internationaler Auto-Salon

Rainer Bekeschus
Lesezeit 4 Min

Nach mehrjähriger Flaute präsentiert sich der diesjährige 81. Genfer Salon (3. - 13. März) endlich mal wieder als eine Autoschau der Superlative. Es wird allein 170 Premieren geben - selten standen auf dem "Palexpo"-Gelände so viele Miodellneuheiten im Rampenlicht. Wir stellen Ihnen die Glanzlichter vor. ------------------------------BMW Vision ConnectedBMW drückt mächtig aufs Gas, stellt in Genf die Roadster-Studie Vision Connected Drive vor, ein versteckter Hinweis auf den künftigen Z 2. Das Münchner Probierstück soll zudem die künftige Vernetzung moderner Autos in Bezug auf Komfort, Sicherheit und Infotainment zeigen. Die futuristische Flunder schiebt einen großen Kühlergrill mit spitzzulaufender Fornt vor sich her, weiß auch sonst mit kraftvoll gespannten Flächen und äußerst markanten Linien zu gefallen. Lexus LFALexus zeigt seinen auf 500 Stück limitierten und bereits ausverkauften LFA. Der 4,40 m lange Supersportwagen tritt mit seinen 560 PS (4,6-l-V10) gegen Porsche, Lamborghini und Ferrari an. Die Karosserie besteht aus karbonfaserverstärktem Kunststoff. Innen schwelgen die Insassen bei Komfort und Technik im Überfluss. Mit seinen nur 1480 Kilo Leergewicht sprintet der LFA in 3,7 s auf 100 km/h, kurze Zeit später auf 325 km/h Spitze. Zu den Käufern des etwa 375000 Euro teuren Lexus gehört u. a. It-Girl Paris Hilton.Infiniti EthereaEinen absoluten Blickfang wird es am Infiniti-Stand geben, wird doch dort mit dem Etherea ein Ausblick auf das kommende Serienauto enthüllt. Der nur 4,40 m lange Fünftürer ist eine Mischung aus Coupé, Limousine und Schrägheck und wäre die fünfte Baureihe von Infiniti. Das Design mit dem niedrigen Glasdach und den breiten, geschwungenen C-Säulen wirkt modern. Er soll mit hochwertiger Innenausstattung und sparsamen Motoren kommen. Wann die Studie in Serie geht, steht indes noch nicht fest.Mercedes C-Klasse CoupéAb Juni lassen die Stuttgarter das C-Klasse-Coupé von der Kette. Der jugendlich stilvoll und dynamisch aussehende Mittelklässler soll solchen Konkurrenten wie dem Audi A5 Paroli bieten. Besonders gefällig an ihm wirken die stark geneigte Windschutzscheibe und das nach hinten flach abfallende Dach. Es wird als Antrieb drei Benziner und zwei Diesel von 156 bis 306 PS geben. Start-Stopp ist überall Serie. Angeboten werden diverse Fahrerassistenzsysteme wie Müdigkeitswarner. Preise stehen noch nicht fest.Renault CapturWie die künftige Designsprache von Renault aussehen könnte, zeigt die Konzeptstudie Captur in Genf. Der nur 4,22 m lange 2+2-Sitzer will mit seinem muskulösen und kraftvollen Auftritt gleichermaßen Coupé, Roadster und SUV sein, hat Flügeltüren mattfarbene Kotflügel, riesige 22-Zoll-Räder und einen 1.6er-Turbodiesel (150 PS), der nur 3,7 Liter im Schnitt verbrauchen soll. Im Innenraum geht es ebenso futuristisch zu, es gibt Kohlefaser-Schalensitze, die Mittelkonsole scheint in der Luft zu schweben.Mitsubishi GlobalMit dem Global-Small-Concept läutet Mitsubishi eine weitere Runde im nach oben offenen Kleinwagen-Poker ein. Der Fünfsitzer, der sich auffallend flott mit Stummelschnauze und abfallender Dachlinie präsentiert, soll Ende 2012 den Colt ablösen. Als Motoren sind vorerst Varianten bis 1,2 Liter Hubraum geplant. Sie sollen weniger als 4 l verbrauchen, über ein regeneratives Bremssystem und eine Start-Stopp Automatik verfügen. Gebaut wird das als Weltauto konzipierte Wägelchen in Thailand.Nissan EsflowFür Aufsehen dürfte der zweisitzige Nissan Esflow sorgen, ein futuristisch aussehender Elektrosportler im Stil der Z-Reihe mit muskulös ausgestellten Radhäusern, langer Motorhaube samt blau unterlegten LED-Scheinwerfern. Letztere zieren auch das knackig-kurze Heck. Angetrieben wird der Stromer von zwei mittig zwischen den Hinterrädern installierten Elektromotoren, die ihn in 5 s auf 100 sprinten lassen und als Höchsttempo 240 km/h garantieren sollen. Als Reichweite gibt Nissan 240 km an.Suzuki SwiftSuzuki stellt in Genf als Conceptcar den Swift S ins Rampenlicht und gibt damit einen Vorgeschmack auf ein besonders sportliches Modell des Kleinwagens. Aufregend ist dabei schon das futuristische Design des Japaners: Die tiefe Frontschürze des Giftzwergs berührt beinahe den Boden, am Heck ragt ein großer Spoiler in die Höhe. Über technische Details gibt es leider noch keine Angaben. Das Top-Modell der Swift-Reihe soll dennoch bereits Ende 2011 in Serie gehen.Opel AmperaIm 4. Quartal 2011 rollt der 4,40 m lange Opel Ampera zu den Händlern. Er kann zwischen 40 und 80 km rein elektrisch zurücklegen. Ist die Lithiumionen-Batterie entladen, lässt sie sich in etwa drei Stunden an einer haushaltsüblichen Steckdose wieder aufladen. Für längere Fahrstrecken dient ein Benzinmotor als Generator und erzeugt Strom für den Elektromotor. Dadurch sind Reichweiten von über 500 Kilometer (Spitze 160 km/h) möglich. Von 0 auf 100 km/h stromert er in 9 s. Die viersitzige Limousine kostet ab 42900 Euro.------------------------------

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