Hey, Eisbären

Wunder gibt es immer wieder!

Fürs Finale müssen drei Siege am Stück her.

Benedikt Paetzholdt
Lesezeit 2 Min
Eisbären-Torwart Petri Vehanen ist zum zweiten Mal überwunden, Münchens glücklicher Schütze Derek Joslin reißt Faust und Schläger hoch. Ein Tor beinahe aus dem Nichts und deshalb schmerzt es umso mehr.

Eisbären-Torwart Petri Vehanen ist zum zweiten Mal überwunden, Münchens glücklicher Schütze Derek Joslin reißt Faust und Schläger hoch. Ein Tor beinahe aus dem Nichts und deshalb schmerzt es umso mehr.

© City-Press GbR

Leider erinnerte das Spiel stark an das erste Heimspiel in dieser Halbfinal-Serie. Die Bären wirkten aufgeweckter und torgefährlicher. Jonas Müller erzielte das fällige 1:0 (18.). Nach einem Sololauf an der Bande wurde der Puck so abgefälscht, dass er über RB-Keeper Danny Aus den Birken segelte, der am Boden lag. „Gut, dass so ein Drecks-Tor reinrutscht“, jubelte Jonas.

Doch wer zu viele Chancen liegenlässt, der wird fast immer bestraft. Obwohl vom Meister nicht viel zu sehen war, traf Jonathan Matsumoto zum Ausgleich (36.) nach einem Doppelpass mit Bären-Verteidiger Micki DuPont. Plötzlich war die gesamte Ordnung dahin. Derek Joslin nutzte nur drei Minuten aus, dass die Bären wie ein wilder Haufen agierten – 1:2 .

Ein bisschen galt das mit dem wilden Haufen auch für das Powerplay im Schlussdrittel, das diesen Namen eigentlich nicht verdiente. Vier Minuten lang spielten die Hausherren mit einem Mann mehr. Doch viel zu fürchten hatten die Bullen nicht wirklich. Viele Zuspiele kamen nicht an. Kaum ein Schuss kam bis zum Tor von Aus den Birken. Die 14.200 Zuschauer in der ausverkauften MB-Arena raunten jetzt immer häufiger. Vor allem, als 18 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung fiel. Raufbold Steve Pinizzotto traf ins leere Tor.

Bei aller Enttäuschung: Wunder gibt es immer wieder. Vor allem im Sport. Die Eisbären dürfen nur den Glauben an Übersinnliches nicht verlieren.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema