Heute steigt das "Autobahn"-Konzert

Nationalgalerie-Kehraus mit der Elektro-Kultband Kraftwerk

Die Karten für sämtliche acht Auftritte waren in wenigen Minuten ausverkauft: Heute Abend startet die Kult-Band Kraftwerk ihre Konzertreihe und feiert damit den Kehraus der Neuen Nationalgalerie.

Johannes Studnik
Lesezeit 2 Min
Kraftwerk in der aktuellen Besetzung: Ralf Hütter (l-r), Henning Schmitz, Fritz Hilpert und Falk Grieffenhagen (Archivbild)

Kraftwerk in der aktuellen Besetzung: Ralf Hütter (l-r), Henning Schmitz, Fritz Hilpert und Falk Grieffenhagen (Archivbild)

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An jedem der acht Abende zelebriert die einflussreiche Elektropop-Gruppe jeweils eines ihrer Erfolgsalben. Zum Auftakt steht „Autobahn“ von 1974 auf dem Programm. Von der ursprünglichen Besetzung ist übrigens nur noch Ralf Hütter übrig. Treibende kreative Kraft der Band war Florian Schneider, der Kraftwerk 2009 offiziell verließ. Schon 1990 kehrte Keyboarder Karl Bartos der Band den Rücken und veröffentlicht weiter als Solist inspirierte Alben, die an den Kraftwerk-Sound anknüpfen. Kraftwerk hingegen hat seit seit ihrem letzten "richtigen" Album Electric Café (1986) nur noch Remix-Alben sowie 2003 den Song Tour de France veröffentlicht.

Dennoch ist Kraftwerk eine der einflussreichsten Bands der Welt - ihr Sound hat nicht nur Popstar David Bowie, zahlreiche Vertreter der britischen New Wave-Bewegung, sondern auch die schwarze Musikszene geprägt. Schwarze DJs wie Afrika Bambaataa und die frühe Detroiter Techno-Szene stehen stark unter dem Einfluss der elektronischen Minimal-Beats der Düsseldorfer Klangkünstler. Selbst die Soft-Popband Coldplay interpretierte Kraftwerk-Klänge.

Die Neue Nationalgalerie ist der perfekte Ort für die Best-of-Show der ebenfalls in die Jahre gekommenen Band - der Bau hatte schon Silvester ihre Pforten für Besucher geschlossen. Der Bau von Mies van der Rohe wird unter der Leitung von Star-Architekt David Chipperfield gründlich saniert. Die Sammlung moderner Kunst mit Schlüsselwerken von Pablo Picasso bis Andy Warhol, von Ernst Ludwig Kirchner bis Gerhard Richter wandert weitgehend ins Depot. (mit dpa)

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