Heute gegen Weißrussland

Fritz glaubt ans Keeper-Duo

Der WM-Held von 2007 mit Ratschlägen an Bitter und Wolff

Carolin Paul
Lesezeit 2 Min
Müssen sich steigern: Andreas Wolff und Johannes Bitter. 

Müssen sich steigern: Andreas Wolff und Johannes Bitter. 

© imago images/Camera 4

„Bei der WM 2007 lief es bei uns in der Vorrunde auch nicht gut“, so Fritz, „da muss man sich auf sich besinnen. Wir hatten damals irgendwann die Einstellung „Das-ist-jetzt-egal“. Dadurch konnten wir frei aufspielen und zu einhundert Prozent unsere Emotionen abrufen.“

Mit Erfolg. Die deutsche Mannschaft gewann alle Hauptrundenspiele, kämpfte sich bis in das Finale durch und holte schließlich den Titel.

Das Herzstück wirkt blutleer

Allein deshalb hat Fritz die DHB-Auswahl noch lange nicht abgeschrieben und hält das Halbfinale für durchaus machbar. Dafür müssten die Schützlinge von Bundestrainer Christian Prokop allerdings ihre eigenen Stärken leben, sich gegenseitig unterstützen und ihre Tugenden im Abwehr- und Torhüter-Spiel revitalisieren.

Da liegt momentan der Hase begraben. Das eigentliche Herzstück wirkt blutleer und kann in keinster Weise an die Vorstellung bei der Heim-WM im letzten Januar anknüpfen. „Da ist noch Luft nach oben und die Mannschaft weiß, dass sie nicht an ihrem Limit spielt“, beurteilt Fritz die Situation, „aber ich würde sagen, dass ist vor allem eine emotionale und mentale Aufgabe. Das Handballspielen haben die Jungs ja nicht verlernt.“

Bitter und Wolff müssen ackern 

Stärkt den Keepern den Rücken: Henning Fritz

Stärkt den Keepern den Rücken: Henning Fritz

© imago/Eduard Bopp

Genauso wenig wie die Keeper das Bällehalten. Trotzdem bekommen Bitter und Wolff die Hand kaum an das Spielgerät. Die Lösung? „Jeder hat seine eigenen Techniken, damit umzugehen. Das ist sehr individuell und da kann man schwer Ratschläge geben“, erklärt Fritz.

"Der Trainer kann dabei insofern helfen, dass er seinen Spielern das Vertrauen ausspricht. Aber ich habe vollstes Vertrauen, dass die beiden ihre Leistung zeigen werden.“
Brauchen wird die DHB-Auswahl ihre Schlussmänner in jedem Fall. Vermeintlich einfache Gegner gibt es in der Hauptrunde nicht mehr. Fritz ist sich sicher: „Das Potential ist da. Man muss sich jetzt nur positive Erlebnisse schaffen und dann auf die Erfolgswelle aufspringen.“

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