„Es wäre die Krönung meiner Saison“, sagt Maier im Gespräch mit dem KURIER. „Es lief ja nicht schlecht für mich.“
Besser gesagt: fast perfekt. Unter Cheftrainer Pal Dardai gelang dem gebürtigen Ludwigsfelder der Durchbruch bei den Profis: 17 Bundesliga-Spiele und drei Europa-League-Einsätze zieren die Saison-Vita des erst 19-Jährigen.
Einer der wertvollsten Spieler seiner Altersklasse
Maier steht für den Hertha-Weg, schaffte den Sprung aus der eigenen Jugend auf die ganz große Fußball-Bühne. Sein Marktwert wird bereits auf 7,5 Millionen Euro taxiert – damit zählt der Junge aus der Ostkurve in seiner Altersklasse zu den 25 wertvollsten Spielern der Welt – und soll in Zukunft das Gesicht des Klubs werden. Deswegen servierte ihm Manager Michael Preetz einen langfristigen Vertrag mit ordentlicher Gehaltsaufstockung. „Hertha ist für mich mehr als nur ein Verein“, verkündete Maier im Februar – und unterschrieb bis 2022.
Besser hätte das Jahr nicht laufen können. Wäre da nicht die bittere Diagnose im Liga-Endspurt gewesen: Pfeiffersches Drüsenfieber setzte ihn im April außer Gefecht. „Ich lag drei Wochen richtig flach. Da ging gar nichts“, beschreibt der Mittelfeld-Stratege die tückische Viruserkrankung.
Dass er so schnell wieder auf die Beine kam und jetzt mit der A-Jugend nach der Meisterschaft greift, verdankt er Herthas medizinischer Abteilung. „Ich war in top Händen“, sagt Maier und verspricht: „Ich bin bereit für das Finale.“
Beste Voraussetzungen für den Titelgewinn
Wenn man es genau nimmt, schiebt Maier sogar Sonderschichten. „Eigentlich hätte ich schon Urlaub gehabt, aber natürlich bin ich hier sehr gerne dabei“, sagt er mit einem Grinsen.
Die Gelassenheit vor dem Duell mit der Knappenschmiede spürt man bei der Truppe von Trainer Michael Hartmann während der letzten Trainingseinheiten. „Wir sind seit drei Jahren zusammen, verstehen uns super. Die Lockerheit zeichnet uns aus. Aber wenn es drauf ankommt, sind wir da. Das ist unsere Stärke.“
Beste Voraussetzungen für den Titelgewinn. „Das wäre etwas ganz Besonderes“, sagt Arne Maier über das wichtigste Spiel aller Zeiten für die blau-weiße Akademie. „Hertha hat noch nie den A-Jugend-Titel geholt“, weiß der 19-Jährige um die einmalige Chance, mit seinen Kumpels Geschichte zu schreiben.
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