Nein, der Norweger will keine Gegentreffer, sondern ein ausverkauftes Stadion. „Zu Null spielen und knapp 75 000 im Olympiastadion, das wäre ein tolles Abschlussfest“, sagt Jarstein. Bisher rechnet der Klub nur mit rund 60 000 Zuschauern beim letzten Spiel vor der Sommerpause. „Wir brauchen die Unterstützung der Fans für unser Ziel Europa. Mit einem Sieg gegen Bayer wird unser Traum wahr“, sagt der Keeper.
Volle Hütte
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Jarstein ist einer der Erfolgsgaranten in dieser Saison. In elf Spielen hielt er seinen Kasten sauber. Ein Spitzenwert. Nur Bayerns Manuel Neuer ist besser. Bescheiden aber sagt Rune: „Die Hinrunde war gut, aber in der Rückrunde gab es Spiele, die ich besser machen kann.“
Trotz der zwei Patzer in Bremen (Fehlpass) und gegen Leipzig (Ausrutscher) genießt er das volle Vertrauen der Mannschaft und des Trainers. Pal Dardai sagt: „Fünf, sechs Patzer in der Saison sind völlig normal. Das ist für mich kein Thema.“
Jarstein sieht das etwas anders: „Fünf, sechs finde ich zu viel. Patzer zu machen, hasse ich. Ich bin Perfektionist. Ich möchte immer alles richtig machen.“ Der sonst so ruhige und vernünftige Torwart spricht ehrlich über seine Gefühlswelt, wenn er einen Fehler gemacht hat: „Auch am nächsten Tag bin ich da fast wie ein Kind. Ich bin sauer. Ich möchte der Mannschaft doch immer helfen. Bei Patzern fühle ich mich schuldig. Erst nach zwei Tagen ist alles wieder okay.“
Vergangene Saison wurde er nach Thomas Krafts Verletzung vorübergehend die Nummer 1. Im Sommer 2016 dann endgültig. „Das Vertrauen ist sehr gut für mich. Aber ich weiß, dass ich es gut machen muss. Thomas ist ein guter Torwart und ein starker Konkurrent. Ich will immer besser werden“, so Rune.
Auf Europas Bühne könnte sich der Norweger noch mehr auszeichnen. Das ist die Aussicht, die ihn und seine Kollegen antreibt. Jarstein: „Jetzt ist allein Platz 5 wichtig, nicht ich. Es ist das letzte Heimspiel und wir spielen um Europa. Auch das Wetter wird super. Da hoffe ich, dass sehr viele Zuschauer kommen.“ Damit ist das Motto klar: Volle Hütte − aber ohne Gegentor.
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