Herthas Problem

Wo ist nur Kalous Torgeilheit geblieben?

Der Ivorer verballert beim 0:2 gegen Genua die besten Möglichkeiten

W. Heise
Lesezeit 2 Min
Salomon Kalou (r.) setzt sich im Strafraum zu wenig durch, kaum Torgefahr!

Salomon Kalou (r.) setzt sich im Strafraum zu wenig durch, kaum Torgefahr!

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Kalou enttäuschte vergangene Saison mit nur sechs Treffern. Im Februar netzte der ehemalige Chelsea-Star beim 1:0 gegen Augsburg das letzte Mal in der Bundesliga ein. Die Tor-Ebbe hält bei dem Nationalspieler weiter an. Sechs Testspiele in der Vorbereitung und nur ein Tor beim 2:2 gegen den Ösi-Klub Grödig.

Diese Mickrig-Zahl ist nur ein Indiz, dass es mit Kalou nicht vorangeht. Er hatte Besserung gelobt, sich selbst Ende Mai beim Sechs-Augen-Gespräch mit Trainer Pal Dardai und Manager Michael Preetz kritisiert. Doch das alleine reicht nicht.

Gegen Genua legten Valentin Stocker und Per Skjelbred dem Ivorer zwei Superflanken auf, besser hätten es auch nicht Arjen Robben und Franck Ribery machen können. Doch Kalous Antritt im Strafraum war beängstigend langsam. Chancen vertan. Eine Tormöglichkeit als Abstauber vergab er auch noch.

Trainer Pal Dardai drückt sich diplomatisch aus: „Es war ein gutes Spiel – bis 30 Meter vor dem gegnerischen Tor. Was soll ich machen? Der eine ist vom Pech verfolgt.“ Damit meint der Coach Kalou und ergänzt: „Man braucht auch etwas Glück. Ich kann es nicht selbst machen. Ich bin kein Zauberer.“

Es gibt nur das Prinzip Hoffnung. Die Konkurrenten Julian Schieber und Sami Allagui sind noch länger verletzt. Flügelstürmer Genki Haraguchi die letzte Alternative. Aber wirklich keine Optimallösung. Gibt es noch eine Leistungsexplosion bei Kalou oder wird doch noch ein Stürmer geholt?

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