„Wir planen ein 4-4-2-System. Das letzte Spiel zu Hause wollen wir mit zwei Spitzen spielen“, sagt Dardai und verspricht gegen den Brauseklub „einen großen Fight“. Dann könnte auch sein Wunsch in Erfüllung gehen: Dardai will den Hertha-Fans nach dem 2:6-Debakel im vergangenen Jahr gegen Leverkusen, diesmal einen versöhnlichen Saison-Abschluss bescheren.
Schieber hatte wegen zwei Knie-Operationen viel Pech, sein wichtigster Treffer war das 2:1 zum Saisonauftakt 2016/17 gegen Freiburg.
© City-Press GbR
Den wird es auch für Schieber geben. Der Stürmer sucht nach vier Jahren und zwei Knie-Operationen nochmal eine neue Herausforderung. Zu welchem Klub es den Schwaben zieht, ist noch offen. Feststeht dafür, dass Schieber gegen RB zum Einsatz kommt. „Julian ist ein super Junge“, sagt Dardai und stellt dem 29-Jährigen zum Abschied eine ganze Halbzeit in Aussicht.
Der Grund: „Er hat dieses Spiel verdient. Julian war immer fleißig. Ihm ist der Teamgeist und Hertha immer wichtig gewesen“, lobt der Ungar. „Das respektiere ich. Weil es für uns in der Tabelle nicht mehr nach vorne geht, können wir das durchaus machen. Auch, wenn er lange nicht gespielt hat“, so Dardai.
Auch Mitchell Weiser verlässt Hertha, doch zuletzt konnte er nicht mehr überzeugen.
© City-Press GbR
Deutlich anders sieht Dardai die Dinge bei Weiser, der von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch macht und für rund 12 Millionen Euro nach Leverkusen wechselt: „Geschenke verteilen wir nicht. Es gibt Spieler, die nächstes Jahr noch hier sind und gut trainiert haben.“
Ohne Wehmut fasst Dardai zusammen: „Mitch kam ablösefrei (vom FC Bayern, d. Red.) und sucht nach drei Jahren eine neue Herausforderung. Das ist okay und für uns gutes Business.“ Mit Lukas Klünter (21) vom 1. FC Köln hat Hertha für ein Sechstel des Weiser-Geschäfts einen neuen Rechtsverteidiger verpflichtet.
Letzte blau-weiße Trainingswoche
Eine Mini-Chance besteht für Weiser noch. Der 24-Jährige spielte zuletzt vor fast einem Monat gegen Köln. Allerdings so unterirdisch, dass Dardai ihn zur Halbzeit auswechselte.
Die folgenden drei Spiele stand Weiser nicht mehr im Kader. In seiner letzten blau-weißen Trainingswoche scheint ihn der Ehrgeiz gepackt zu haben. „Wenn er bis zum Spiel so trainiert, warum nicht“, sagt Dardai über Weisers Chancen noch einmal auf dem grünen Rasen im Olympiastadion zu stehen.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com