Portimao - Es gibt im Stürmerleben Zeiten, da gelingt einem alles - oder nichts! Bei Hertha durchleben das derzeit Pierre-Michel Lasogga (19) und Rob Friend (29). Und das gestrige Training konnte dafür kaum symbolischer sein!Obwohl die Einheit beendet war, schnappte sich Rob Friend den Ball und schoss noch aufs leere Tor. Der erste Versuch ging aus 18 Metern daneben. Als der Kanadier nach einigen Treffern ins Hotel schlurfte, nahm Lasogga (Spitzname: Lasagne) seinen Platz ein - und brachte nach Ebert-Flanken fast jeden Ball ins Tor.Schon beim Test gegen Zwolle (2:0) wurde klar, dass sich das blau-weiße Stürmer-Leid und die Stürmer-Freud auch nach dem Jahreswechsel nicht verändert hat. Während Friend dem gegnerischen Torwart die Kugel freistehend aus zwölf Metern in den Arm schoss, warf sich bei Lasoggas Schüsschen Zwolle-Keeper Boer den Ball selbst ins Tor.Ähnlich ist auch das Auftreten außerhalb des Platzes. Friend macht auf Selbstmitleid, Lasogga dagegen posiert für Fotos mit seinen Tattoos.Die Stürmer-Gesetzmäßigkeiten im Fußball kann er aber gut einordnen. Lasogga: "Wenn du nicht mehr triffst, dann sieht alles auch ganz schnell wieder anders aus." Das weiß natürlich auch der Coach und redet deshalb alle Stürmer stark.Markus Babbel: "Ich hätte mir sehr gewünscht, dass Rob gegen Zwolle diese Torchance nutzt. Aber er lässt sich nicht hängen und gibt weiter Gas. Denn nur der Konkurrenzkampf bringt uns weiter."Und vielleicht schreibt Herthas Stürmergeschichte in einem der nächsten Kapitel ja darüber, dass Friend nach einer Ebert-Flanke getroffen hat. Bisher liegt er in der vereinsinternen Torjägerliste mit vier Treffern immer noch vor Lasogga, der drei Mal traf.------------------------------BU: Er zielt, aber trifft nur selten. Friend machte am 24. September beim Derby in Cottbus sein letztes Tor.
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