Herthas EM-Torschütze nicht fit

Mensch, Ondrej, was machst denn Duda?

Herthas Königstransfer nach Rückschlag wohl erst Mitte Oktober einsatzfähig

Sebastian Schmitt
Lesezeit 3 Min
Wenn es doch bald wieder so wäre, dass Ondrej Duda mit dem Ball zum Training könnte ...

Wenn es doch bald wieder so wäre, dass Ondrej Duda mit dem Ball zum Training könnte ...

© imago/Matthias Koch

„Wir haben es versucht. Es ist deutlich besser, aber Ondrej ist leider noch nicht schmerzfrei“, sagt Hertha-Doc Ulrich Schleicher. Und niemand weiß, wann Duda wieder fit sein wird.

Seit dem 2. August ist der EM-Torschütze außer Gefecht. Wie oft der 21-Jährige mit den Hertha-Profis bisher trainierte, lässt sich fast an den Fingern einer Hand abzählen. Statt die neuen Kameraden und deren Laufwege kennenzulernen, verbrachte Duda über eine Woche in der Reha-Praxis daVinci.

Zwischenzeitlich keimte Hoffnung auf, Duda kehrte auf den Rasen zurück, um mit Fitness-Coach Hendrik Vieth individuell zu arbeiten. Jetzt der Rückschlag: „Die Patellasehne ist entzündet. Dazu hat er ein Ödem im Knie, das aber nicht sehr ausgeprägt ist. Leider hat das Knie nun eine Reaktion gezeigt“, lautet Schleichers ärztliches Bulletin. Damit steht aber auch fest: Für Duda geht es erstmal zurück in die Reha.

Von Anfang an wusste Pal Dardai, dass er mit Duda einen langen Atem brauchen würde. „Wir bauen Ondrej in Ruhe auf. Ich habe keinen Druck mit ihm“, sagte der Trainer. Klar ist aber auch, dass sich der Ungar den Start des Spielmachers ins blau-weiße Team ein wenig anders vorgestellt hat.

Welche Hoffnungen Hertha in den slowakischen EM-Teilnehmer steckt, zeigt, dass Duda die prestigeträchtige Trikotnummer 10 bekam – ganz zu schweigen von den knapp vier Millionen Euro, die Hertha-Manager Michael Preetz an Legia Warschau überwies.

Als der Königstransfer dieser Spielzeit am 20. Juli offiziell feststand, schwärmte Dardai: „Er ist ein Spieler, der in die Tiefe geht. Das hat unserem Spiel gefehlt.“ Im Moment sieht es jedoch ganz danach aus, als würden Dudas Qualitäten dem Hertha-Spiel noch eine ganze Weile abgehen.

Ondrej Duda (o. l.) ist weiter zum Zuschauen verurteilt. Seine Freunde leiden mit ihm.

Ondrej Duda (o. l.) ist weiter zum Zuschauen verurteilt. Seine Freunde leiden mit ihm.

© imago/Nordphoto

Immerhin hat Dardai für die zentrale offensive Position Alternativen. Im Pokal in Regensburg wechselten sich Salomon Kalou und Valentin Stocker ab. Auch Dauer-Renner Vladimir Darida kann dort spielen.
Duda verkündete bei seiner Vorstellung nach nur zehn Tagen EM-Urlaub: „Ich bin jung, brauche keine Pause. Ich will spielen und Stammspieler werden.“

Nun verpasst der Slowake wohl die ersten sechs Spieltage. Gut möglich, dass er erst Mitte Oktober seinen Worten endlich Taten folgen lassen kann. Dudas Einsatz wird damit endgültig zur Hängepartie.

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