Hertha weiter!

Aber rosarot war das nicht!

Nervenstark: Herthas Elferheld Kalou trauert auch um Tante

Wolfgang Heise
Lesezeit 3 Min
Weil Mitchell Weiser erst zum Ausgleich traf und beim Elferschießen cool verwandelte, konnten die Hertha ner am Ende doch noch jubeln. 

Weil Mitchell Weiser erst zum Ausgleich traf und beim Elferschießen cool verwandelte, konnten die Hertha ner am Ende doch noch jubeln. 

© City-Press GbR

Salomon Kalou tritt als letzter Schütze an. Er muss nur noch treffen, weil Torwart Rune Jarstein vorher den vierten Elfer der Regensburger parierte. Die ganze nervliche Last liegt auf dem Ivorer, der so schlimme Wochen hinter sich hat. Erst starb sein Vater Antoine und am Sonnabend auch noch seine Tante. Kalou versenkt die Kugel ganz cool. Eine Last fällt von ihm. Und seine Mitspieler stürmen jubelnd auf ihn zu. Auch Trainer Pal Dardai und sein Assistent Rainer Widmayer rennen vor Freude auf den Platz.

Kalou jubelt nur verhalten. „Es war die letzte Zeit schwer für mich. Erst starb mein Vater, jetzt auch noch meine Tante. Ich probiere wirklich, mich auf Fußball zu konzentrieren“, sagt er später nachdenklich. Dann ist der Stürmer wieder im Spiel: „Wichtig war, dass wir wieder zurückgekommen sind.“

Doch dass Hertha überhaupt bei einem Drittligisten zurückkommen muss, ist bedenklich. Die Blau-Weißen versuchten es zunächst mit kontrolliertem Spiel, waren auch klar feldüberlegen. Trotzdem hatten die Regensburger zwei Riesenchancen in der ersten Halbzeit, weil sich Per Skjelbred und Salomon Kalou zwei Böcke leisteten.

Die besten Bilder des Spiels

Pal Dardai feiert Elfmeterheld Jarstein.

Pal Dardai feiert Elfmeterheld Jarstein.

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Salomon Kalou feiert sich. Er hat den letzten Elfer gegen Regensburg verwandelt.

Salomon Kalou feiert sich. Er hat den letzten Elfer gegen Regensburg verwandelt.

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Am Ende konnten sie doch noch jubeln.

Am Ende konnten sie doch noch jubeln.

© dpa

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Die Warnung reichte nicht. In der 51.Minute hat Jahn die erste Ecke und die blau-weiße Abwehr wackelt. Regensburgs Alexander Nandzik zog aus 18 Metern ab - 1:0. Hertha rannte dann dem Rückstand hinterher. Trainer Pal Dardai hatte aber ein glückliches Händchen. Weiser kam in der 65.Minute für Genki Haraguchi. Und in der 81. Minute schraubte er sich bei einer Ecke von Vladimir Darida hoch und nickte zum 1:1 ein. So rettete sich Hertha in die Verlängerung. Auch da hätten die Blau-Weißen alles klar machen können, weil sie riesige Torchancen hatten. Klappte aber nicht! Also Elferkrimi mit glücklichem Ende.

Per Skjelbred atmet durch: „Es war ein typisches Pokalspiel. Man braucht ein bisschen, um in die Saison zu kommen. Wir sind weiter, scheißegal.“ Ganz so einfach ist das nicht. Hertha muss sich erheblich steigern, sonst droht Abstiegskampf. Schlusswort Dardai: „Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gewonnen. Aber wir müssen unsere Effizienz verbessern.“

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