Vergangene Woche beim 2:2 gegen Augsburg war das Heimspiel schon schläfrig, doch in Hannover ähnelt es schon einem künstlichen Koma. Ein wichtiger Ausgangspunkt der peinlichen Vorstellung war ein Instagram-Gejammer von Jordan Torunarigha, der sich nach dem Spiel gegen Augsburg beschwerte, weil er nicht spielen durfte.
Martin Harnik erzielt das 1:0 für Hannover.
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Manager Michael Preetz und Trainer Pal Dardai blieb nichts anderes übrig, als ihn aus Disziplinargründen für das gestrige Spiel aus dem Kader zu streichen. Pech nur, dass sich Innenverteidiger Niklas Stark kurz vor dem Anpfiff wegen muskulärer Probleme abmelden musste.
Dardai musste die komplette Hintermannschaft umstellen. Statt Torunarigha, der zuhause war, rückte Fabian Lustenberger vom defensiven Mittelfeld in die Vierer-Abwehrkette. Per Skjelbred nahm Lustis Platz ein.
Lustenberger: „Hannover hat uns überrannt"
Die Variante war wohl zu schnell für alle. Die Abwehr wirkte wie ein Hühnerhaufen. Schon nach vier Minuten war sie überlistet. Hannovers Niclas Füllkrug mit Kopfball zu Martin Harnik und der spazierte locker zum 1:0. Dardai erklärte: „An der Umstellung lag es nicht. Das war schon am Freitag abgesprochen, weil Nik über Schmerzen klagte. Das waren andere Fehler.“
Lustenberger ging genauer darauf ein: „Wir waren in den ersten Minuten im Kopf noch nicht so weit. Hannover hat uns überrannt. Wenn man die Schuld bei mir suchen will, soll man es machen. Ich sehe es nicht so. Es war nicht die Abwehr, sondern das ganze Team, das nicht gut gespielt hat.“ Kein Einspruch! Auch Innenverteidiger Karim Rekik sagte frustriert: „Die erste Halbzeit war sehr schlecht von uns.“
Niclas Füllkrug macht das 3:0.
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Die Blau-Weißen geschockt und nach vorne ohne echte Ideen. Die beste Chance hatte Davie Selke, als er knapp neben den linken Pfosten köpfte (8.). Ansonsten? Eine einzige rätselhafte Enttäuschung! Es kam, wie es kommen musste. Hannover legte mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause nach. Pirmin Schwegler mit Freistoßflanke, Salif Sané nickte fast unbedrängt ein (40.). Nur eine Minute später traf Füllkrug aus spitzem Winkel zum 3:0. Spiel gelaufen!
Die zweite Halbzeit war nur noch Schadensbegrenzung, wirklich nicht mehr. Selke traf in der 73. Minute wenigstens zum 1:3, zu wenig. Trainer Pal Dardai: „Das ist ein Kopfproblem, was da in der ersten Halbzeit passiert ist. Jedes Mal in der Situation, wenn wir nach oben kommen können, haben wir solche Leistungen in dieser Saison gezeigt.“
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