Einen Tag später steht Dardai auf dem Schenckendorffplatz und hat wieder Bodenhaftung nach dem gelungenen Bundesligastart. Trotzdem lacht er noch immer, besonders über sich selbst und seinen Jubellauf nach dem 2:1-Siegtor (90.+5) durch Joker Julian Schieber: „Das spricht für meine Natur. Warum soll ich Schauspieler sein? Wenn der Vulkan kommt, dann kommt er.“
Auch sein Vater Pal senior jubelte genauso losgelöst auf der Tribüne: „Das sind die Fußballgene, gleiche Familie. Ich bin mit ihm und meinem Freund Zecke danach nach Hause. Wir haben über Fußball geredet und ein Glas Wein getrunken.“
Anstoßen auf einen gelungenen Liga-Auftakt. „Vielleicht muss ich der Mannschaft auch noch einen ausgeben, wenn sie so spät trifft“, sagt Dardai.
Erst der Frust nach dem 1:1 in der 93. Minute.
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Die Erleichterung ist beim Coach in jedem Wort spürbar. „In der ersten Halbzeit war alles unter Kontrolle, in der zweiten Halbzeit haben wir guten Fußball gespielt, mit einem schönen Tor von Vladimir Darida. Und zum Schluss wären wir nach einem 1:1 alle traurig gewesen. Das wäre ein komischer Tag gewesen. Aber so war es von den Emotionen ein Traumwochenende“, erklärt der Ungar.
Es war ein Sieg, der dem Trainer zeigte, dass die Profis aus der mäßigen Rückrunde 2015/ 16 gelernt haben. „Ich glaube, das haben sie. Damals hat die Stadt über Champions League geredet. Das war zu viel Druck. Sie können jetzt mit Druck umgehen. Das war im Pokalspiel in Regensburg so und jetzt wieder. Das waren Teamgeist und Wille. Bei dieser Hitze 12.000 Meter laufen ist nicht so wie am Strand liegen mit einem Bier in der Hand“, sagt Dardai.
Zwei Minuten später gab es bei Pal Dardai kein Halten mehr, als Joker Julian Schieber zum 2:1 traf.
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„In Ingolstadt wird es ein ähnlich schwieriges Spiel. Aber wir wollen dort auch Punkte mitnehmen. Wir haben jetzt etwas von oben bekommen. Das müssen wir ausnutzen und weiter hart arbeiten“, schaut Dardai nach vorne. Vielleicht bricht der Vulkan Pal auch wieder in elf Tagen in Ingolstadt aus ...
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