„Jeder Stürmer will treffen, aber heute hat es einfach nicht sein sollen. Das ist schade für die Mannschaft, aber am Ende haben wir uns dennoch einen Punkt erkämpft“, gab der ausgepumpte Angreifer zu Protokoll. Er hat sich aufgerieben. Alles versucht. Zum dritten Mal in dieser Englischen Woche volle 90 Minuten abgerissen. Der 31-Jährige ist Herthas neues Sturmzentrum.
Als Ibisevic ein halbhohes, halbgares und ungenaues Anspiel in der Mitte der zweiten Hälfte bekam, es dennoch technisch wertvoll verarbeitete und den Ball mit Tempo sofort Richtung Frankfurter Gehäuse trug, sah man wieder seine Qualität. Gestern vor vier Wochen erst verpflichteten ihn die Blau-Weißen vom VfB Stuttgart, aber Ibisevic hat sich schon fest ins Team von Trainer Pal Dardai gespielt.
Manager Michael Preetz lobt seinen Last-Minute-Transfer: „Er arbeitete sehr viel für die Mannschaft, geht weite Wege auch nach hinten und ist vorne immer gefährlich. Ich bin mir sicher, wir werden noch sehr viel Spaß mit ihm haben.“
Ganz bestimmt. Da macht es auch nichts, das Ibisevic gestern nicht der gefeierte Held war wie am Dienstag gegen Köln. Schon am Sonnabend gegen den Hamburger SV im Olympiastadion könnte er wieder der Matchwinner sein.
Mit Toren. Oder durch seine Arbeit. 100 Prozent Vedad Ibisevic eben.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com