Nach dem Stolperstart läuft es jetzt richtig rund im Team. Kalou wird zum neuen Torkönig. Denn wie er trifft, ist einfach nur Weltklasse!
Der Tag nach dem zweiten Saisonsieg begann für den Ivorer mit einer kleinen Verspätung. Während seine Mitspieler sich schon auf dem Schenckendorffplatz versammelt hatten, joggte Kalou vier Minuten später auf den Rasen. Darf er!
Gut gelaunt strahlte der Stürmer mit der Sonne um die Wette. Einen Elfer abgezockt verwandelt. Okay, kann jeder! Aber sein zweites Tor in der 64. Minute war phänomenal – so viel Cleverness, so viel Coolness!
Konter, im vollen Lauf durch den Strafraum, dann einmal einen kurzen Tippelschritt und ein leichter Heber an VfB-Torwart Thorsten Kirschbaum vorbei ins Tor. Solche Tore haben die Hertha-Fans lange nicht mehr bestaunt.
„Ich freue mich über die zwei Treffer, aber auch Änis Ben-Hatira, Roy Beerens und Valentin Stocker haben in der Offensive einen sehr guten Job gemacht“, sagt Kalou.
Nein, dieser Typ will sich – ähnlich wie sein Vorgänger Adrian Ramos – nie in den Vordergrund drängen.
Trainer Jos Luhukay: „Salomon ist ein schüchterner Mensch. Dafür, dass er schon so viele Erfolge bei anderen Klubs hatte, hält er sich zurück.“
Luhukay bekommt fast glänzende Augen: „Als Mensch ist er sehr wertvoll für uns. Und auf dem Platz hat er diese Extra-Qualität, die uns weiterhilft. Man konnte beim zweiten Tor seine Klasse sehen. Die Treffer geben ihm noch mehr Selbstvertrauen.“
Kalou: „Es stimmt. Ich bin eher ein ruhiger Mensch. Ich beobachte lieber und rede nicht so viel. Doch nach den ersten Wochen kann ich sagen: Ich fühle mich bei Hertha wohl und die Tore helfen natürlich auch.“
Kein Wort verliert er darüber, dass er in der Pause wegen starker Rückenschmerzen behandelt wurde und mit diesem Handicap das Traumtor machte.
Luhukay: „Salomon hat sich durchgekämpft, sich und uns belohnt.“
Alle helfen ihm, nicht nur auf dem Rasen. „John Heitinga hat mir meine Wohnung besorgt. Wir sind jetzt Nachbarn im selben Haus.“
Doch jetzt reist der Nationalstürmer erst mal nach Afrika: Mit der Elfenbeinküste spielt er zwei Mal in der Quali zum Afrika-Cup gegen Kongo.
Salomon, komm einfach gesund zurück!
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