Hertha

Das Pokalduell der Lehrgangs-Kumpels

Jos Luhukay und Pele Wollitz machten 2007 zusammen den Trainerschein und haben Riesenrespekt voreinander.

André Bellert und Andreas Lorenz
Lesezeit 2 Min
Stolze Absolventen des Fußball-Lehrer-Jahrgangs 2007: Claus-Dieter „Pele“ Wollitz und Jos Luhukay. Am Wochenenede treffen sie sich beim Pokalduell in Köln.

Stolze Absolventen des Fußball-Lehrer-Jahrgangs 2007: Claus-Dieter „Pele“ Wollitz und Jos Luhukay. Am Wochenenede treffen sie sich beim Pokalduell in Köln.

© zVg Lizenz

Der blau-weiße Coach, Jos Luhukay, wird mit nicht viel ruhigeren Mitteln gegenhalten. Pfeifen, brüllen, gestikulieren, Einfluss nehmen. Zwei positiv Verrückte im Duell. Zwei, die sich seit dem gemeinsamen Karrierestart als Trainer respektieren.

Fußball-Lehrer-Lehrgang – ein Zungenbrecher. Pflicht für jeden Übungsleiter, der im deutschen Fußball etwas werden will. 2007 gab es FLL Nr. 54 mit 27 Teilnehmern an der Sporthochschule in Köln.

Darunter die beiden, die sich sofort gut verstanden.

„Jos ist einfach ein sehr guter Typ“, erzählt Wollitz. „Geradlinig und ohne Rücksicht auf große Namen bei der Entwicklung seiner Mannschaften. Dazu absolut bodenständig. Das finde ich super.“

Doch mit Geschichten abseits der Lehrräume kann Pele nicht aufwarten: „Wir waren immer die ersten, die raus sind aus der Schule.“ Nicht aus Faulheit. „Er musste nach Gladbach, ich nach Osnabrück.“ Dort standen beide schon im Zweitliga-Job.

Ein paar Jahre und Vereine später trennen die Lehrgang-Kumpels jetzt drei Ligen.

Für Luhukay eine komische Entwicklung: „Pele ist ein sehr emotionaler Mensch. Er liebt Fußball und ist davon besessen. Ich habe großen Respekt vor ihm als Trainer. Er könnte auch in der Bundesliga arbeiten, aber er hat sich für diesen anderen Weg mit Viktoria Köln entschieden.“

Der regelmäßige Kontakt ist den Vollblut-Trainern dadurch ein bisschen verloren gegangen. Aber jedes Wiedersehen ist herzlich.

Wollitz: „Was Jos in Augsburg mitaufgebaut hat, ist klasse. Da schaut man als Kollege einfach hin. Und die vergangene Saison mit Hertha war wieder so eine starke Leistung. Kein Wunder: Seine Teams sind immer hervorragend eingestellt.“

Luhukay spielt den Ball zurück: „Ich wünsche Pele viel Glück und allen Erfolg. Außer jetzt gegen uns natürlich.“

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