Herthas Darida

Über Berlins Luft geht nur die gute Küche

Herthas Mittelfeld-Motor über Berlin, Duda und das Rückspiel gegen Bröndby

Sebastian Schmitt
Lesezeit 3 Min
Immer den Kopf oben: Vladimir Darida (25) war bereits in seiner ersten Saison bei Hertha die zentrale Figur im Mittelfeld. 

Immer den Kopf oben: Vladimir Darida (25) war bereits in seiner ersten Saison bei Hertha die zentrale Figur im Mittelfeld. 

© imago/Matthias Koch

Herthas Dauer-Renner spricht mit dem KURIER auch über Neuzugang Duda und die Gründe, warum er Hertha für das morgige Rückspiel (20.15 Uhr, Sport1) in der Europa-Quali gegen Bröndby IF bestens gewappnet sieht.

„Mir gefällt, dass ich jeden Abend in ein anderes Restaurant gehen kann“, sagt Vladimir Darida. „Das ist geil.“ Herthas Mittelfeld-Motor ernährt sich glutenfrei. Dafür sei das Angebot in Berlin „perfekt“. „Auch Pasta und Pizza gibt es. Das ist gut“, sagt Darida und grinst.

Ein Satz, der vielen Bundesligatrainern wohl Sorgen bereiten würde. Hertha-Coach Pal Dardai wird es nicht stören: Darida verbrennt bei seinen Einsätzen im blau-weißen Trikot genug Kalorien, spult im zentralen Mittelfeld 13,1 Kilometer pro Partie ab – Ligabestwert.

Der 25-Jährige fühlt sich wohl in Berlin. Vor einem Jahr holte ihn Hertha-Manager Preetz vom SC Freiburg in die Hauptstadt. Der Unterschied zum beschaulichen Breisgau ist riesig. „Die Stadt ist viel größer, bietet so viel Abwechslung“, sagt Darida.

Auch als Hertha-Profi habe er genügend Privatsphäre: „Ich kann mich hier ganz normal bewegen, falle gar nicht auf.“ Darida muss lachen: „In Freiburg war das anders. Dort hat mich fast jeder auf der Straße erkannt.“

Im Hinspiel der Europa-Quali gegen Bröndby IF zeigte sich Darida bereits in guter Form, gewann viele wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld ...

Im Hinspiel der Europa-Quali gegen Bröndby IF zeigte sich Darida bereits in guter Form, gewann viele wichtige Zweikämpfe im Mittelfeld ...

© City-Press GbR

Vladi hat sich schnell in Berlin eingelebt. Auch sportlich war er in der vergangenen Saison sofort eine Bereicherung. Damit das Neuzugang Ondrej Duda (21) auch gelingt, packt er mit an: „Ich helfe ihm gerne. Tschechisch und Slowakisch sind fast gleich. Das funktioniert gut.“ Darida ist von Dudas Qualitäten überzeugt: „Ich habe ihn bei der EM gesehen. Er wird uns im Mittelfeld helfen.“

Dass er durch die Verpflichtung des slowakischen EM-Knipsers vermehrt defensiver spielen könnte, stört ihn nicht. „Das ist kein Problem. Wir können auch beide zusammen nebeneinander spielen“, sagt Darida und fügt schmunzelnd an: „Das entscheidet aber der Trainer.“

Der bekennende Manchester-United-Fan ist vor dem Europa-Quali-Rückspiel in Kopenhagen fokussiert: „Wir alle wollen in die Gruppenphase.“ Darida erwartet einen harten Kampf: „Bröndby wird am Anfang pressen, da müssen wir dagegenhalten.“

Mut macht ihm, dass im Hinspiel im Jahnsportpark nach der ersten Viertelstunde die Automatismen aus der vergangen Saison gegriffen haben. Und seine Form: „Ich bin bei 100 Prozent!“

... und schaltete sich immer wieder mit seiner Übersicht und guten Pässen in die Offensive ein. Sein Pass auf den rechten Flügel leitete Ibisevics Traumtor ein. 

... und schaltete sich immer wieder mit seiner Übersicht und guten Pässen in die Offensive ein. Sein Pass auf den rechten Flügel leitete Ibisevics Traumtor ein. 

© City-Press GbR

Abgelenkt durch Angebote aus England oder gar einen Anruf von Manchester-Trainer José Mourinho ist er nicht: „Es gab keine Angebote.“ Außerdem sagt er: „Ich bin hier zufrieden. Ich habe nur Hertha im Kopf!“ 

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