Während der ersten Passübung trommelte der Coach seine Mannen zusammen, guckte ihnen tief in die Augen und appellierte an ihren Ehrgeiz: „Ihr dürft nie zufrieden sein. Müsst immer Ziele haben.“ Warum der Trainer das macht und sogar mit Waldläufen drohte? Keiner soll glauben, dass nach dem soliden Saisonstart irgendetwas erreicht ist. Auch die Talente sollen gleich am Anfang der Woche kapieren, wie der Hase läuft.
Bei der nächsten Übung ging es um schnelles Umschalten. Dardai sah es sich ein paar Minuten an, dann reichte es ihm. „Das ist jedes Wochenende unser Problem“, schrie er, schnappte sich die Kugel und schulte die Blau-Weißen in Sachen Druck und Killerinstinkt: „Dann muss ich töten“, sagte er und versenkte eiskalt die Kugel.
Danach war Zug drin. „Es bringt nichts, nur dabei zu sein. Man muss seinen Kopf benutzen“, erklärt Dardai seine Ansprachen. Umschalten, passen unter und ohne Druck, das fordert der Trainer und will Entwicklungen sehen. „Hertha BSC hatte letztes Jahr die schlechteste Passquote weltweit“, so Dardai in einer Mischung aus Übertreibung, klarem Arbeitsauftrag und Warnung.
Er will die Länderspielpause nutzen, um an den Basistugenden zu feilen. Pässe, Zweikämpfe und Fitness: kein Larifari. Deswegen gleich mal verbales Vollgas.
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