Ösi-Flitzer

Platz da, jetzt kommt Tino!

Valentino Lazari ist aus dem blau-weißen Spiel nicht mehr wegzudenken.

Sebastian Schmitt
Lesezeit 2 Min
Energisch: Gleich zwei Hoffenheimer können Lazaros Antritt nicht folgen. Der 21 Jahre junge Österreicher hat aber auch immer den Kopf oben, sucht seine Kollegen.

Energisch: Gleich zwei Hoffenheimer können Lazaros Antritt nicht folgen. Der 21 Jahre junge Österreicher hat aber auch immer den Kopf oben, sucht seine Kollegen.

© City-Press GbR

„Wir hatten gefährliche Aktionen, haben es aber teilweise nicht gut zu Ende gespielt“, sagt Lazaro über das 1:1 gegen Hoffenheim und legt den Finger in die Wunde: „Ein Sieg wäre möglich gewesen, vor allem wenn man die Schluss-Offensive sieht. Wir hätten den letzten Pass aber genauer spielen müssen. Dann steht einer blank vor dem Tor.“

"Ein Gewinner-Typ"

Mit seiner eigenen Leistung kann er zufrieden sein. Lazaro hat sich in Berlin und vor allem in Herthas Mannschaft schnell zurechtgefunden, obwohl er mit einer Sprunggelenksverletzung zunächst außen vor war.

Erst am 7. Spieltag debütierte er in der Liga. Und zeigt seitdem seine Klasse. In 15 Spielen bereitete der Rechtsfuß bereits fünf Tore vor, servierte Salomon Kalou das 1:1 mit einer feinen Flanke genau auf den Kopf. Der dritte Punkt im vierten Spiel in der Rückrunde ist Herthas Top-Vorbereiter aber zu wenig: „Es nervt. Wir müssen unsere Qualität auf den Platz bringen.“

Trainer Pal Dardai gefällt die offene Art: „Er ist ein guter Typ, hat seine eigene Meinung.“ Auf dem Feld hat der Chef sogar noch mehr Freude am österreichischen Nationalspieler: „Er kommt mit dem Druck gut klar, versteckt sich nicht.“ Lazaro sei „ein Gewinner-Typ.“ Davon überzeugte sich Dardai vorab selbst, schaute im Sommer beim Ösi-Pokalfinale im Klagenfurter Wörthersee Stadion zu: Und sah, wie Lazaro das 2:1-Siegtor gegen Rapid Wien kurz vor Schluss mit einem Drehschuss aus 16-Metern erzielte.

„Wir müssen konstant Punkte holen"

Jetzt ist Lazaro Herthaner. Und in kürzester Zeit der Kreativkopf für das Angriffsspiel. Ein Super-Transfers von Manager Michael Preetz, der rund fünf Millionen an RB überwies. Lazaro wird, wenn er so weiter macht, bald ein vielfaches Wert sein. Dardai schwärmt: „Er ist unglaublich wendig und schnell, kann auf jeder Position außer Mittelstürmer spielen.“ 

Lazaro nimmt kein Blatt vor den Mund, fordert wegen der Sieglos-Serie 2018 auch in Leverkusen (Sonnabend, 15.30 Uhr) Punkte: „Wir können nicht darauf hoffen, dass wir nochmal so eine Serie wie Ende der Hinrunde einfahren. Wir müssen konstant Punkte holen“. Dardai wird es gerne hören.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema