Hertha BSC

Marvin macht sich 'ne Platte um die Nationalelf

Herthas Verteidiger dreht auf links auf, wie Löw es braucht.

André Bellert
Lesezeit 2 Min
Sieht so Herthas nächster Nationalspieler aus? Marvin Plattenhardt bringt für den großen Sprung vieles mit.

Sieht so Herthas nächster Nationalspieler aus? Marvin Plattenhardt bringt für den großen Sprung vieles mit.

© imago/Laci Perenyi Lizenz

„Wer weiß, das muss ja nicht die letzte Chance auf ein großes Turnier gewesen sein“, sagt Plattenhardt. Dabei streicht er sich mit der Hand die Haare aus der Stirn und blinzelt in den Berliner Himmel.

Seit der U17 hat der Linksfuß alle DFB-Teams durchlaufen. War stets fester Bestandteil. Auch bei U21-Trainer Horst Hrubesch. Bis er vergangenen Sommer zu den Blau-Weißen wechselte. Ex-Hertha-Trainer Jos Luhukay konnte Platte – wie viele andere Neuzugänge – nicht eingliedern.

So musste Marvin auf der Bank schmoren oder bei den Bubis helfen. Die zwei Chancen, die er bekam, vergeigte er. Wie das halt so ist, wenn das Ego nicht stimmt. Der Platz in der deutschen U21 war futsch. Platte: „Natürlich war es bitter, nicht bei der U21-EM gewesen zu sein. Aber so konnte ich die komplette Vorbereitung bei Hertha mitmachen.“

Mit Amtsantritt von Pal Dardai im Februar veränderte sich bei Hertha vieles. Besonders für Plattenhardt. Seitdem ist er auf der linken Seite der Viererkette gesetzt, schießt gute Standards und genießt das volle Vertrauen des Trainers. Hrubesch nominierte ihn trotzdem nicht wieder, nahm Nico Schulz mit, obwohl Platte bei Dardai vor Schulz stand. Die U21 ist abgehakt, Platte ist inzwischen zu alt.

„Wichtig ist nur, dass ich bei Hertha meine Leistung abrufe, wenig Fehler mache und mich weiter steigere.“ Der Rest kommt dann von alleine. Als junger Außenverteidiger steht man automatisch in den Blocks der Scouts. Spielt Hertha weiterhin solide und ergreift Platte auch in der Offensive noch mehr die Initiative, dann könnte es schnell gehen. Vom Papier auf den Platz. Der Kölner Jonas Hector und Weltmeister Shkodran Mustafi haben es vorgemacht.

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