Hertha BSC-Manager Michael Preetz

Jetzt noch ein Neuer? Das wird schwierig

Herthas Manager hält einen Zugang für unwahrscheinlich und spricht der aktuellen Mannschaft Vertrauen aus

Wolfgang Heise
Lesezeit 3 Min
Manager Michael Preetz stand am Donnerstag im Trainingslager Rede und Antwort stand.

Manager Michael Preetz stand am Donnerstag im Trainingslager Rede und Antwort stand.

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Aus dem Trainingslager in Belek berichtet Wolfgang Heise
Kommt bis zum Wintertransferschluss am 2. Februar noch ein neuer Spieler für das offensive Mittelfeld oder nicht? Das ist die Frage, die alle Fans bei Hertha BSC beschäftigt. Gestern gaben Manager Michael Preetz und Trainer Jos Luhukay die Antwort: Nein, eher nicht!

Die Szene hatte einen symbolischen Wert. Als Preetz am Rand des Trainingsplatzes in Belek Rede und Antwort stand, brüllte Luhukay auf dem Rasen und gab lautstarke Anweisungen an die Spieler. Die Konzentration gilt den Profis, die da sind. Sie sollen es packen, endlich das Offensivspiel mehr zu beleben als noch in der Hinrunde.

Preetz antwortet auf die Frage nach einer Verstärkung so: „Wir schauen erstmal auf unsere Mannschaft, um dort Lösungen für die Probleme in der Hinrunde zu finden. Wir haben einen guten Kader.“ Der Manager ist überzeugt, dass es in der Rückrunde besser klappen wird und gibt dabei gleichzeitig zu bedenken: „Wenn wir noch einen neuen Spieler holen, dann muss wirklich alles passen. Und das wird sehr schwierig, so einen Mann zu finden. Dazu kommt dann die Frage, wie schnell er sich integriert.“

Alles klingt so, dass die Suche auf dem Transfermarkt fast abgehakt ist. Preetz ist sich mit Luhukay einig. Der Holländer wiederholte, was er auch schon zum Ende der Hinrunde sagte: „Ich bin der Letzte, der jetzt neue Spieler fordert. Das würde ja bedeuten, dass wir im Sommer nicht gut eingekauft haben.“

Das Duo Preetz/Luhukay ist von der Mannschaft überzeugt. Sie müssen es auch sein. Denn Millionen Euros für einen Spielmacher, der wirklich neue Impulse setzen kann, sind einfach nicht da.
Der Trainer setzt für die Rückrunde auf Ronny und redet den Brasilianer stark: „Ich bin seit dem ersten Tag ein Liebhaber von Ronny. Er hat das Extra, seine Technik hat sonst keiner bei uns Team.

Haben Sie gesehen, wie Ronny das Tor mit einem Lupfer gemacht hat? Das können wirklich nur wenige.“ Doch reicht bei Ronny, der nicht der Schnellste ist, die Luft für 90 Minuten? Luhukay erklärt es so: „Die Balance im Team muss stimmen. Ronny braucht hinter sich einen dynamischen Achter, der schnell agiert. Und ich sehe, dass Ronny sich auch im Defensivspiel verbessert hat. Er ist sehr willig.“ Schafft Ronny endlich den Durchbruch in der Bundesliga? Wenn nicht, könnte es für Hertha ganz schwierig werden.

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