Dardai machte aus der Not eine Tugend und stellte Eigengewächs Jordan Torunarigha (20) ins Abwehrzentrum zu Niklas Stark (22). Das Duo harmoniert so gut, dass die Blau-Weißen zuletzt dreimal ohne Gegentor blieben – das gab es in 125 Hertha-Jahren noch nie. Für Schalke (Sonnabend, 15.30 Uhr) meldet sich Rekik wieder fit. So könnte Dardai die Zwickmühle lösen.
Dieses heiße Duell trotzt der klirrenden Kälte auf dem Schenckendorffplatz. Jungspund Jordan fordert Platzhirsch Karim. Oder sind die Vorzeichen durch Rekiks Zwangspause anders?
„Jordan hat eindrucksvoll bewiesen, dass er ein großes Talent ist“, sagt Co-Trainer Rainer Widmayer. Zuletzt raubte er Bayerns Topstürmer Robert Lewandowski den Nerv. „Im nächsten Schritt muss er Konstanz reinbringen. Ich traue ihm das zu“, lobt Widmayer.
Torunarigha kocht Bayerns Lewandowski ab.
© imago/photoarena/Eisenhuth
Das Trainerteam weiß auch, wie wertvoll Rekik ist. Widmayer: „Wir sind froh, dass Karim zurückkommt. Er ist für uns ein ganz erfahrener Spieler.“ Der Holländer kam, sah und sicherte Herthas Defensive. Bis zur Verletzung spielte der 23-Jährige jede Sekunde in der Liga, setzte auch nach vorne Duftmarken: zwei Tore, drei Assists. Qualitäten, die die zweieinhalb Millionen Euro, die Manager Michael Preetz nach Marseille überwies, zum Schnäppchen machen.
Das Trainer-Duo steht vor einer kniffligen Aufgabe, schaut die nächsten Tage im Training genau hin. Die Optionen sind:
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Egal, wer den Zuschlag erhält, Widmayer sieht eine rosige Hertha-Zukunft: „ Wir haben in der Breite eine hohe Qualität. Das bringt die Mannschaft immer weiter.“
Weniger schön: Vladimir Darida plagt eine Nagelbettentzündung. Der Tscheche fehlt definitiv auf Schalke.
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