Hertha-Joker gegen Freiburg

Hier läuft Julian Schieber zurück ins Glück!

Lange mit Knorpelschaden außer Gefecht, jetzt jubelt Hertha über sein Jokertor

Sebastian Schmitt
Lesezeit 2 Min
Wie geil ist das denn! Schieber wird beim Jubeln von Haraguchi, Lustenberger und Plattenhardt gejagt.

Wie geil ist das denn! Schieber wird beim Jubeln von Haraguchi, Lustenberger und Plattenhardt gejagt.

© City-Press GbR

Der Joker und der Trainer nach dem Sieg in einer irren Nachspielzeit.

Der Joker und der Trainer nach dem Sieg in einer irren Nachspielzeit.

© Bongarts/Getty Images

„Das war purer Wille“, sagt Julian Schieber über seinen Siegtreffer zum 2:1 und strahlt. Nicht nur beim Tor zeigte der 27-Jährige diesen puren Willen. Schieber ist ein Kämpfer, traf zuletzt beim 1:2 in Wolfsburg im Februar 2015. Fast ein Jahr war der Angreifer mit einem Knorpelschaden außer Gefecht, gab nie auf und kämpfte sich zurück in die Mannschaft. Sechs Teileinsätze in der Rückrunde gab es noch – ohne Tor.

Zu der märchenhaften Wiederauferstehung passt eine Anekdote, die Hertha-Trainer Pal Dardai nach dem Spiel verriet: „Julian hat mich am Tag vor dem Spiel gefragt, ob er im Kader steht. Dann würde er mir ein Tor schenken“, so der Ungar. Dardais Antwort: „Du brauchst mir kein Tor schenken – denn das ist deine Aufgabe.“

Schieber lieferte. In der 85. Minute kam er für den total erschöpften Vedad Ibisevic, traf zehn Minuten später. Wie er das Tor erlebt hat? „Es war ein geiles Gefühl, zu Hause zu treffen“, sagt der Mittelstürmer. „Nach dem Ausgleich dachte ich schon, dass wir mit leeren Händen dastehen.“

Dementsprechend groß war der Jubel – fast die gesamte Mannschaft warf sich auf den Torschützen, sorgte bei Schieber für Platzangst: „Der Jubel war grenzwertig“, sagt der Held des Tages mit einem verschmitzten Lächeln.

Wie wichtig ein solches Erfolgserlebnis für einen Stürmer sein kann, weiß Ex-Torjäger und Manager Michael Preetz: „Für einen Torjäger ist es das Schönste, am ersten Spieltag zu treffen. Dann kann auch ein Knoten platzen. Für Julian freut es mich besonders bei seiner Vorgeschichte.“

Schieber selbst ist einfach dankbar, dass das Knie hält: „Ich war lange verletzt, fühle mich jetzt topfit.“ Die Saison kann so weitergehen ... 

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