Herthas U15-Coach und Ungarns Nationaltrainer in Doppelfunktion will von Untergangsstimmung gar nichts wissen. „Die Jungs haben in der Hinrunde fleißig gearbeitet. Man kann keinem einen Vorwurf machen. Doch sie müssen – und das werden sie auch – noch besser zusammenarbeiten“, sagt Dardai.
Ein trügerischer Platz 13 mit nur 18 Punkten, ein Zähler vom Relegationsplatz 16 entfernt, das birgt viel Gefahr. Doch Pal entgegnet: „Natürlich ist das ein schwieriges Jahr, die halbe Liga hängt unten mit drin. Es ist verdammt eng. Doch jetzt müssen alle Ruhe bewahren. Gegenseitiges Vertrauen im Team ist wichtig. Mit einem guten Rückrundenstart ist man ganz schnell ein paar Plätze weiter oben.“
Herthas doppelter Rekordspieler (286 Bundesliga-Spiele, 44 mal im Europacup) ist vom blau-weißen Profi-Team überzeugt: „Das ist ein ordentlicher Kader, mit vielen sehr guten Einzelspielern. Wir haben Stars, erfahrene Profis und junge Spieler. Die Mischung ist in Ordnung. Es haben nur vier, fünf Punkte in der Hinrunde gefehlt.“
Nicht nur das, im letzten Spiel gab es eine 0:5-Blamage gegen Hoffenheim, die mit in die Winterpause genommen wurde. Das kann in die Köpfe der Spieler kriechen. Dardai: „Das hatten wir auch mal. 1997 haben wir mit Jürgen Röber vor Weihnachten erst 0:3 in Dortmund verloren, dann 2:4 in Gladbach. Nach der Pause haben wir in den ersten vier Spielen acht Punkte geholt. So eine Klatsche kann auch heilsam sein. Ich bleibe dabei. Man muss auch das positiv sehen. Jetzt weiß jeder, was zu tun ist.“ Mal sehen, ob Pal Recht behält.
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