Sorry, liebe Hertha-Profis, aber diese Provokation musste einfach mal sein. Vielleicht hilft sie euch ja, endlich diesen peinlichen Bock umzustoßen. Gewinnt doch einfach mal heute und beendet den Fluch.
Der erste Anlauf nach dem Wiederaufstieg ging mit dem 0:1 gegen Nürnberg voll daneben, weil keiner den richtigen Mumm zum Stürmen hatte. „Wir waren gehemmt, haben zu viel nachgedacht“, ärgert sich Kapitän Andre Mijatovic.
War es die Kulisse im Olympiastadion, die zur Blockade gegen den Club führte? Waren die Fans zu laut? Kann irgendwie nicht sein. Beim letzten Heimspiel gegen Stuttgart im April 2010 war die Ostkurve gesperrt (DFB-Strafe). Nur 26 700 Zuschauer waren im Stadion, die Blau-Weißen verloren dieses Spiel 0:1.
Nein, Hertha muss lernen, das Spiel zu machen und zu Hause offensiver zu spielen. Die Leistungen in Hamburg (2:2) und in Hannover (1:1) waren okay, aber jetzt muss gegen Stuttgart mehr kommen.
Trainer Markus Babbel: „Ich sehe keine Anzeichen in den letzten Tagen, dass es irgendwelche Verkrampfungen geben wird.Die Spieler müssen mit breiter Brust auftreten. Wir müssen über 90 Minuten konzentriert sein und eine hohe Laufbereitschaft aufbringen.“
Doch reicht das alleine? Nein, das schnelle Umschalten zum Offensivspiel muss besser werden, das gilt besonders für Andreas Ottl, Tunay Torun und Patrick Ebert.
Zufrieden kann Babbel damit nicht sein. „Wir wollen offensiv spielen“, sagt er. Das ist vielleicht eine neue Chance für Pierre-Michel Lasogga. „Dann muss ich einen raustun“, überlegt der Trainer. Erster Kandidat wäre Ebert.
Übrigens: Klaus Wowereit (der mit der U-Bahn) ist im Stadion zu Gast im TV-Studio des Senders „sky“. Böse Zungen behaupten: Er braucht drei (Prozent)Punkte noch nötiger als Hertha.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com