Hertha mit Heimpleite gegen Hoffenheim

Erst Pekarik-Hammer, dann weggenagelt

Hertha startet stark, ist zu zehnt gegen Hoffenheim chancenlos.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Der Anfang vom Ende. Hoffenheims Kramaric verwandelt den Handelfmeter zum 1:1.

Der Anfang vom Ende. Hoffenheims Kramaric verwandelt den Handelfmeter zum 1:1.

© imago/Matthias Koch

Die ersten Minuten des Spiels gehörten Ex-Herthaner Sandro Wagner. Die Fans in der Ostkurve pöbelten gegen den Hoffenheim-Stürmer minutenlang in nicht jugendfreiem Ton, weil er vergangene Saison bei seinem Siegtor zum 2:1 für seinen damaligen Klub Darmstadt mit Jubelpose in Richtung Hertha-Anhänger provoziert hatte.

In der 14. Minute wurde es schmerzhaft. Wagner prallte mit Vedad Ibisevic zusammen und renkte sich den Zeigefinger aus. Der Finger stand am zweiten Glied ab. Der TSG-Doc renkte ihn wieder ein.

Und das Spiel sonst so? Hoffenheim hatte zwar mehr Ballbesitz, aber Hertha gewann mehr Zweikämpfe. Die Blau-Weißen versuchten es mit Blitzangriffen und einer davon funktionierte perfekt. Alexander Esswein verunglückter Volleyschuss landete bei Peter Pekarik. Der Slowake zog aus 14 Metern ab – und traf zum 1:0 (32.). Eine echte Sensation! Es ist Pekariks erste Bundesligator überhaupt. Der Außenverteidiger konnte es selbst kaum fassen und rannte jubelnd zu Trainer Pal Dardai. „Ich habe ihm versprochen, wenn er trifft und es das Siegtor wird, laufe ich alleine eine große Runde“ erklärte Dardai Jubel und Gesten. Ach, wie schön wäre es geworden.

Hertha gegen Hoffenheim

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Der Ball schlägt hinter Hertha-Keeper Rune Jarstein zum 1:2 durch Niklas Süle ein.

Der Ball schlägt hinter Hertha-Keeper Rune Jarstein zum 1:2 durch Niklas Süle ein.

© Bongarts/Getty Images

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Maxi Mittelstädt, der noch in der 8. Minute auf der Linie gerettet hatte, flog im Strafraum der Ball an die Hand. Ein Elfmeter, den man geben kann, aber nicht muss. Noch schlimmer: Gelb für den Youngster. Hoffenheims Andrej Kramaric verwandelte zum 1:1 (39.).

Mit dem Dämpfer ging es in die Pause. Es kam noch schlimmer für Hertha und für Mittelstädt. Nach einer Grätsche gegen Nadiem Amiri, bei der Herthas Talent zuerst den Ball traf und dann den Knöchel berührte, sah Mittelstädt Gelb-Rot (58.). Zu hart! Was für ein gebrauchter Abend für Maxi, der den erkrankten Marvin Plattenhardt ersetzte.

Hertha nur noch mit zehn Mann. Es kam, wie es kommen musste. Hoffenheim gab Vollgas und dann traf Niklas Süle zum 2:1 (76.). Zu dem ganzen Pleite passte auch noch, dass Ibisevic seine fünfte Gelbe Karte kassierte und somit Mittwoch für das Spiel in Gladbach gesperrt ist.

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