„Das ist nicht so einfach. Nicht für mich, nicht für die Jungs. Das geht uns auf den Sack. Ich habe keine Erklärung für die erste Halbzeit. Jedes Mal die gleiche erste Halbzeit. Wir sind zu nett und kommen nicht in die Zweikämpfe und so auch nicht ins Spiel“, haderte der Coach einen Tag nach der Pleite. 0:3 zur Halbzeit, ein absolutes Debakel konnte nur wegen einer besseren zweiten Hälfte verhindert werden.
„Wir haben klare Regeln für die Defensive“
Dardai macht so etwas selten. Doch diesmal nannte er einen Spieler. Es war Genki Haraguchi. Der Japaner spielte zu kopflos. Der Coach drückt es so aus: „Genki war an fast allen Gegentoren beteiligt. Das ist entweder Unkonzentriertheit oder Übermotivation. Als Mitch eingewechselt wurde, schien mir Genki übermotiviert zu sein. Das ist nicht in Ordnung.“
Dardai wird noch deutlicher: „Wir sind in der Bundesliga, wir haben klare Regeln für die Defensive. Wenn einer immer wieder solche Fehler macht, ist es ein Domino-Effekt. Dann bekommen alle anderen auch Probleme.“
Wie soll es jetzt besser werden?
Das heißt nichts anderes als: Genki muss ab sofort um seinen Stammplatz bangen. Schließlich ist Mitchell Weiser wieder zurück im Team. Den lobte der Trainer auch: „Ich war zufrieden mit Mitch. Er geht in die Zweikämpfe, hat Mut.“Doch zurück zu dieser Katastrophen-Halbzeit. Dardai schlägt Alarm, weil die Defensive ins offene Messer lief: „Wir haben lange so gespielt, dass uns keiner ausgekontert hat. Jetzt zweimal. Das war böse. Das war das Spiel FC Modeste gegen Hertha BSC.“
Doch wie soll es jetzt besser werden? Wie soll diese Auswärtsphobie beendet werden? Es zählt das Prinzip Hoffnung und Fleiß. Dardai: „Wir tun, wir ackern. Irgendwann muss etwas kommen, vielleicht erst mal ein kleiner Punkt.“
Die Vorbereitung wird schwieriger
Der Ungar bleibt ein Optimist und sieht noch die positiven Dinge von der Pleite in Köln: „Die zweite Halbzeit war okay, die Jungs haben Moral gezeigt und sich nicht abgeschießen lassen.
Den zweiten Durchgang haben wir mit 2:1 gewonnen. Der Wille war. Jetzt schauen wir nach vorne, was das Spiel gegen Hoffenheim bringt.“ Doch die Vorbereitung wird schwieriger. Denn viele Stammspieler sind auf Länderspielreisen. Vielleicht sorgen diese Touren ja für mehr Selbstbewusstsein in der Fremde...
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