Ausgeliefert zwischen Drogen, Sex, Gewalt und Prostitution. Wer diese Mädchen sieht, schwankt zwischen Mitleid und Ekel. Und es regt sich Protest. Mit Recht, denn die Darstellung von Heroin-Kids als Sexpuppen ist wirklich skrupellos. Aber die Provokation ist einkalkuliert.
Corinna Engel (25) und Christian Kaiser (29) haben die „Kunst-Werke“ im Heroin-Chic geschaffen. Manche Fotos sind inszeniert, viele dokumentieren echte Szenen. „Drogen, Nacktheit, Gewalt, Sex – das gehört heute zum Lebensgefühl der jungen Leute. Warum sollte ich als Künstler pädagogisch damit umgehen“, kontert Corinna Engel im KURIER die Kritik der Jugendschützer. Die hatten versucht, sowohl den Bildband des Künstlerpaars, als auch die Berliner Ausstellung in der Bar-Galerie „Mein Haus am See“ zu verhindern. Auch die Internetseite sollte abgeschaltet werden.
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Inzwischen prüft die Kommission für Jugendmedienschutz, ob Verletzungen der Menschenwürde vorliegen. Künstlerin Engel: „Es ist eindeutig Kunst. Es geht um Schönheit, Sehnsucht, Naivität und Jungsein. Viele Freundinnen von mir sind zu sehen. Es ist doch klar, dass auch immer ein Teil der eigenen Biografie mit drinsteckt.“
Infos: www.heroinkids.com
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