Berlin - Kinder und Jugendliche, die im Auftrag der arabischen Mafia Drogen verkaufen: Das ist der Trick skrupelloser libanesisch-kurdischer Großfamilien, die in Berlin mit Heroinhandel ein Vermögen verdienen. In dem in diesen Tagen erscheinenden Buch "Das Ende der Geduld", geschrieben von der Jugendrichterin Kirsten Heisig († 48), warnt die Autorin vor einer dealenden Kinderarmee, der der Staat hilflos gegenübersteht. Panikmache? Leider nicht. Gestern meldete die Polizei: "Zwei bereits polizeibekannte elf- und zwölfjährige Jungen sind am U-Bahnhof Schönleinstraße ergriffen worden. Sie hatten versucht, mit Rauschgift zu handeln." Und am Montag-Nachmittag erwischte die Polizei gleich noch einen 11-Jährigen in der U-Bahn - mit 19 Heroinkügelchen im Mund ...Die beiden arabisch-stämmigen Kinder, die am Sonntag erwischt wurden, gingen den Ermittlern bereits am Donnerstag zuvor schon einmal ins Netz. Und der 11-Jährige wurde auch am Dienstag erwischt - auf einer Solo-Tour. Doch die jungen Dealer werden immer wieder entlassen. Kinder unter 14 sind nicht strafmündig.Diesen Umstand nutzen die Banden für ihre Zwecke. Heisig geht davon aus, dass "die arabische Drogenmafia (...) aus palästinensischen Flüchtlingslagern Kinder und Jugendliche nach Deutschland schleust". In Beirut würden sie in Flugzeuge gesetzt, müssten ihre Pässe bei Schleusern abgeben und meldeten sich bei der Einreise als staatenlos und asylsuchend. Hier werden sie dann "mit den Regeln vertraut: wer, wo, was und für wie viel verkaufen darf, wo man die Ware erhält, wer den Erlös behält".Zumindest einer der beiden jetzt beim Heroinhandel erwischten Kids lebt offiziell in einem Heim für elternlose Kinder in Zehlendorf. Zum Dealen kommt er aber scheinbar problemlos nach Neukölln. Sogar nachdem die Polizei ihn bei den Betreuern abgeliefert und auf die Vorfälle hingewiesen hatte. Dieses Phänomen beschreibt Heisig ebenfalls: "Ich habe in Heimen angerufen, weil ich Jugendliche wegen Heroinhandels verurteilt hatte, die sich eigentlich weitab von Berlin aufhalten sollten. Die Mitarbeiter erklärten mir (...) ihre Einrichtung sei offen. Jeder könne kommen und gehen, wann er wolle."Wie kann der deutsche Staat das Problem mit den Kinder-Dealern in den Griff bekommen? Heisig sieht nur zwei Möglichkeiten: "Entweder man nimmt all diese Kinder (...) auf. Dann ist der Staat aber auch verpflichtet, sie den arabischen Familien zu entziehen, denn ansonsten blüht die entsprechende Kriminalität. Oder man kontrolliert die Einreise stärker."Bei den Beamten, die Tag für Tag auf die Jagd nach den Kinder-Dealern gehen, macht sich Frust breit. "Wir haben denselben Dealer dreimal in nur einer Woche erwischt. Und nichts passiert. Das macht einfach nur fassungslos", sagt ein Ermittler.------------------------------"Der neueste Trend der Banden ist übrigens, Jugendliche unter 14 Jahren heranzuschaffen. Das hat den besonderen Charme der nicht drohenden Bestrafung" Richterin Kirsten Heisig BU: Ermittler der Berliner Polizei nehmen einen 11-Jährigen fest. Er soll mit Heroin gehandelt haben.Zwischenzeile: DREIMAL ERWISCHT WORDEN, KEINERLEI KONSEQUENZENZwischenzeile: BEIDE KINDER SIND BEREITS ALS DEALER POLIZEIBEKANNT
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