Herbe Klatsche gegen Frankreich, nun ist sogar der Olympia-Start in Gefahr

23:30 Gewogen, für zu leicht befunden

sr
Lesezeit 2 Min

Kristianstad - Der Weltmeister hat dem deutschen Handball schonungslos seine Grenzen aufgezeigt. Frankreich nahm unsere Jungs bei der WM auseinander. Das 23:30 (10:13) klingt sogar noch besser als es tatsächlich war.Es fängt so gut an. 3:1, 4:2, 7:6 - Füchse-Keeper Silvio Heinevetter entschärft gleich ein paar Hundertprozenter. So kann es weitergehen. Tut es aber nicht. Weil die Franzosen warm werden und die Deutschen zu oft entweder an Pfosten, Latte oder Teufelskerl Omeyer im Tricolore-Kasten scheitern. Besonders Spielmacher Michael Kraus ist zu lange nicht auf der Höhe - fünf Fehlversuche in Folge. Da nützt es auch nichts, dass Kraus am Ende mit sieben Treffern doch noch erfolgreichster Werfer des Spiels wird.Zur Halbzeit ist der Rückstand mit drei Toren noch erträglich, doch danach kommt's dicke. Es wird sogar teilweise so schlimm, dass Bundestrainer Heiner Brand bei einer Auszeit sogar eine echte Brandrede raushaut: "Es geht auch um eure Ehre. Also reißt euch zusammen."Doch zwei Tage nach dem 24:26 gegen Spanien ist das DHB-Team gegen den zweiten "Großen" aus Vorrunden-Gruppe A chancenlos. Die Karabatics, Gilles und Abalos spielen mit dem Gegner im Prestige-Duell bisweilen Katz und Maus. Die deutschen Fans unter den 4250 Zuschauern - vor Anpfiff noch lautstark und siegessicher - verstummen.Das Wundenlecken darf trotzdem nur kurz ausfallen. Denn schon heute (18.30, ZDF) geht es gegen Tunesien ums Weiterkommen. Platz 3 ist Pflicht, um in die Zwischenrunde einzuziehen.Da wäre zwar mit den Niederlagen gegen Spanien und Frankreich das Erreichen des Halbfinals nahezu ausgeschlossen. Allerdings gibt es ein mittelfristig noch wichtigeres Ziel. Nur ein Platz unter den ersten Sieben berechtigt zu einer Teilnahme an einem von drei Olympia-Qualifikationsturnieren für London 2012. Olympia ohne Deutschland? Furchtbarer Gedanke!------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema