„Ich fahre jedes Jahr mit ein bisschen Unsicherheit hin“, erzählt die 52-jährige Boxlegende. „Diese Generation kennt mich doch gar nicht mehr. Und die Probleme der Kids und Teens werden immer komplexer. Aber wenn ich dann mittendrin bin, spüre ich wieder, wie wichtig solche Erlebnisse für die Jugendlichen sind.“
Ein Blick in Henry Maskes Gesicht reicht: Sobald es um Sport geht, auch beim Basketball, ist der Ehrgeiz-Faktor der Boxlegende wieder auf 100 Prozent.
© Monique Wüstenhagen
Diesmal waren über 40 Flüchtlinge – aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Nigeria und Tunesien – in der malerischen Anlage am brandenburgischen Beetzsee. Hatten ihren Spaß, sich mit dem Ex-Weltmeister im Halbschwergewicht (31 Siege in 32 Kämpfen) im Beachvolleyball, Basketball oder Ultimate Frisbee zu messen. Oder sich von ihm beim Wasserski über den See ziehen zu lassen.
Henry ist beeindruckt: „Toll, wie gierig alle sind, mitzumachen, dabei zu sein – sagen wir es mit dem Schlagwort dieser Tage: sich zu integrieren.“
Beispiel gefällig? „Die Jungs aus Afghanistan hatten durch ihren Lebensweg mit Sport anscheinend noch nie was zu tun. Aber nach einer kurzen Anlaufzeit waren sie genauso intensiv dabei wie alle anderen.“
Zwei Fäuste für eine glückliche Woche: Henry und einer der 110 Sportcamp-Teilnehmer.
© Monique Wüstenhagen
Wie alle anderen sein. Echte Ferien haben. Was erleben können. Lachen. Toben. In einer Gruppe, die sich ganz schnell zusammenfügt. Genau das ist es, was Henry mit seiner Stiftung „A Place For Kids“ erreichen will.
Spendenkonto
Henry Maske „A Place For Kids” Stiftung
IBAN: DE 15460500010003333333
Sparkasse Siegen BIC: WELADED1SIE
In der Perspektivfabrik am Beetzsee, die mit Stiftungsgeldern in Millionenhöhe erweitert und neben den genannten Sportarten noch Crossfit, Fußball, Hockey, Bogenschießen, Kanu, Rudern, Standup-Padelling, Klettern, Tischtennis, Handball und Speedminton bieten kann, erleben alleine in diesem Sommer über 900 Kinder und Teenager unbeschwerte Tage.
Natürlich kriegen sie alle mit, wer Henry ist. Und wenn die endlose Schlange für die Selfies mit dem Champ – Autogramme sind so was von out! – dann endlich zu Ende ist, zieht Henry Maske Bilanz: „Die Freude der Jugendlichen und die tolle Arbeit der Betreuer macht für mich jeden dieser Tage zu einem Erlebnis. Auch wenn ich beim nächsten Mal wieder mit ein paar Fragen im Kopf anreisen werde.“
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