Gerade erst hatte Hella von Sinnen (67) mit scharfen Worten gegen Dieter Nuhr ausgeteilt. Die Entertainerin kritisierte dessen Aussagen zu Femiziden als Verharmlosung und stellte sogar öffentlich infrage, ob Nuhr weiterhin eine Bühne bei der ARD bekommen sollte. Doch nun schlägt die Komikerin deutlich andere Töne an – und nimmt ausgerechnet Thomas Gottschalk (76) in Schutz.
Hella von Sinnen verteidigt Thomas Gottschalk trotz Sexismus-Vorwürfen
Schon seit längerem wird über den Umgang von Thomas Gottschalk mit weiblichen Gästen bei „Wetten, dass..?“ diskutiert. In der Dokumentation „Was haben wir gelacht“ werden zahlreiche Szenen aus dem Unterhaltungsfernsehen der 90er- und 2000er-Jahre aufgearbeitet, darunter auch anzügliche Sprüche und körperliche Nähe des ehemaligen ZDF-Stars zu prominenten Frauen.
Während Kritiker darin heute problematisches Verhalten sehen, will Hella von Sinnen ihren langjährigen TV-Kollegen nicht als Sexisten abstempeln.
Im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte sie:„ Thomas Gottschalk war der Beliebteste. Und wir alle haben es ihm nachgesehen. Alle fanden das irgendwie normal. Ich unterstelle ihm noch nicht mal Frauenfeindlichkeit oder Sexismus. Er war all die Jahre mit seiner superstarken Thea zusammen.“
Trotz Kritik an „Wetten, dass..?“: Hella von Sinnen verteidigt Thomas Gottschalk
Besonders eine Aussage der Komikerin dürfte für Diskussionen sorgen. Hella von Sinnen erklärte die umstrittenen Auftritte des Showmasters mit dessen Persönlichkeit. „Thomas Gottschalk wollte nur spielen. Der wusste, dass er ein gutaussehender Charming Boy ist, und er hatte kein Regulativ. Beim ZDF hat ihm niemand gesagt: ‚Mensch, Tommy, lass mal.‘“
Hella von Sinnen und Thomas Gottschalk kennen sich schon seit Jahrzehnten – hier 1991.
© Horst Galuschka/Imago
Der ehemalige „Wetten, dass..?“-Moderator hatte sich bereits zu den Vorwürfen geäußert. In einem früheren Interview verteidigte er sein Verhalten zunächst und erklärte, er habe Frauen im Fernsehen „rein dienstlich“ angefasst. Gleichzeitig sagte er aber auch, dass er vieles heute nicht mehr machen würde, weil sich gesellschaftliche Maßstäbe verändert hätten.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com