In „Spur des Falken“ kämpft er auf dem Dach eines fahrenden Zuges, in „Osceola“
springt er von einem Dampfer und taucht durch den Fluss. Zwölfmal war Gojko Mitic (79) der Held von Defa-Indianerfilmen und immer drehte er auch die gefährlichsten Szenen selbst.
„Den größten Preis habe ich ja schon - das ist das Publikum!“
Bei der 19. Verleihung der Preise der Defa-Stiftung am Freitagabend in der Akademie der Künste brachte ihm das den Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk ein. Es ist sein zweitschönster: „Den größten Preis habe ich ja schon - das ist das Publikum!“
Gojko Mitic als Unterhäuptling „Weiße Feder“ in dem Defa-Western „Der Scout“ aus dem Jahr 1983. Gedreht wurde er in der Mongolei.
© imago images/Mary Evans
Unter den ersten Gratulanten war Schauspielerkollege Herbert Köfer (98), der an diesem Abend immer wieder gefragt wurde, ob er auch mal in einem Film gemeinsam mit Gojko vor der Kamera stand. Ja, stand er. Allerdings nicht lange. Köfer fasst „Tecumseh“ launig aus seiner Sicht zusammen: „Ein Drehtag, zwei Wörter, ein Pfeil.“
Sängerin Chris Doerk amüsierte sich über die Journalistenfrage nach ihrem Verhältnis zu Gojko Mitic: „Ich hatte noch keins zu ihm.“
Sängerin Ute Freudenberg hatte nicht gezögert, als man sie fragte, ob sie die Laudatio für Mitic hält: „Gojko ist so ein Hammer-Typ!“ Und außerdem hat er sie vor neun Jahren in einer TV-Sendung überrascht, indem er ihren Hit „Jugendliebe“ sang.
In Serbien geborener Köpenicker
Für Knut Elstermann, den Hörern von Radioeins als „Kino King Knut“ bekannt, war der Abend an dem er ebenfalls mit einem Programmpreis der Defa-Stiftung geehrt wurde, ein ganz besonderer: „Es ist fantastisch, einen Preis zusammen mit Gojko Mitic zu bekommen. Er ist ein Held meiner Kindheit und Jugend.“
Gojko hatte den Tag der Preisverleihung trotz frostiger Temperaturen so begonnen, wie er jeden beginnt: schwimmend in der Dahme, die hinter seinem Haus fließt. Nächstes Jahr wird der in Serbien geborene Köpenicker 80, auf sein morgendliches Ritual mag er nicht verzichten: „Es prickelt so schön!“
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