Vorhang auf für das Comeback von Fabian Wiede. Heute will der 24-Jährige im Spiel der Handball-Füchse gegen Hannover (19 Uhr, Max-Schmeling-Halle) zurück auf die Platte. Nach einem Monat Fußverletzung und nur drei Tagen Training.
„Es steht noch nicht genau fest, ob und wie viel Einsatzzeit ich bekomme. Das liegt am Trainer und letztlich muss ich mich fit fühlen. Zumal ich keine chronische Verletzung riskieren möchte. Aber ich will der Mannschaft natürlich helfen, soweit es geht“, sagt Wiede. Ganz schmerzfrei ist er nach der Knochenquetschung und einem Plantarfaszien-Einriss noch nicht
Hoher Druck
Auf seinen Schultern lastet ein hoher Druck. Durch Verletzungen fehlen aktuell fünf Spieler, die Belastung der übrigen Spieler ist enorm. Die letzten Partien machten außerdem deutlich, dass es an einer Führungsperson auf der Mitte mangelt – auf einer Position, die der Rückraumspieler gerne einnimmt. Es macht ihm Spaß, das Spiel zu lenken, die Abwehr auszugucken und Spielzüge anzusagen.
In der jetzigen Situation mit vielen Neuzugängen und Ausfällen ist das Team noch nicht eingespielt, da braucht es einen Spieler wie ihn ganz besonders, der die Abläufe kennt und die Jungen leiten kann. Dabei ist Wiede selbst erst 24 Jahre alt, zählt aber schon jetzt zu den Leistungsträgern. Durch seine Erfahrung verspricht er Stabilität und Sicherheit.
Beides können die Füchse mehr als gut gebrauchen. Zwei Pleiten in drei Spielen haben schon ordentlich Druck aufgebaut. Da macht Wiede das letzte Heimspiel gegen die Niedersachsen mehr als nur Mut. In letzter Sekunde erzielte er den Siegtreffer. „Ich habe mir die Situation letztens zufällig noch einmal angeschaut. Da kamen schon die Emotionen wieder hoch. Solche Siege sind einprägsam.“ Dann ist heute definitiv der Tag zur Wiederholung.
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