Im Oldtimer um die Welt
Wen interessiert es, wenn eine alte Schachtel in einem alten Auto einmal um die Welt fährt? Diese Frage stellte Heidi Hetzer, bevor sie zu ihrer Wahnsinns-Tour aufbrach. Nun kennt sie die Antwort: Immerhin vier Millionen Menschen verfolgten das Abenteuer in Hetzers Netz-Tagebuch. Unterwegs war die Promi-Autohändlerin mit ihrem Oldtimer, einem Hudson Greater Eight aus Detroit, Name: Hugo.
Am Sonntag kommt Heidi Hetzer (79) von ihrerWeltreise zurück – mit vielen Erinnerungsfotos im Gepäck.
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Von Berlin aus reiste sie durch Asien, Australien, Neuseeland, über Nord- und Südamerika bis nach Südafrika – insgesamt rund 84.000 Kilometer. Die Tour entschleunigte die temperamentvolle 79-Jährige. Bescheidener sei sie geworden, ruhiger und nachdenklicher, sagte sie. „Die Familie, das habe ich auf dieser Reise gelernt, ist das Allerwichtigste. Und die Freunde, die richtigen, echten Freunde“, schrieb sie im Blog.
„Sie hat Benzin im Blut“
Krisen-Regionen mied sie auf der Tour. „Ich bin allein als Mädel unterwegs. Wenn ich entführt würde und jemand will Lösegeld, wäre es mir wahnsinnig peinlich“, erklärte sie. „Und wenn die Deutschen dann sagen würden, dass sie mit ihrem Steuergeld auch noch die Alte da rausholen müssen.“ Doch ganz ohne Verluste lief die Reise auch nicht ab. Einmal wurde ihr die Handtasche geklaut, zweimal der Pass. Bei einer Autoreparatur verlor sie ein Stück eines Fingers, auch ein Backenzahn blieb auf der Strecke. Ihr Kommentar: „Hab ja noch genug Zähne.“
Einmal musste sie wegen einer Krebs-OP aussteigen, danach fuhr Hetzer einfach weiter. „Sie hat Benzin im Blut“, sagte ihr Chirurg dazu. Im Sommer feiert sie ihren 80. Geburtstag – nach der irren Tour zu Hause. Und dann? Mal sehen. „Ausruhen kann ich, wenn ich alt bin“, sagt sie.
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