Paris - Zwei zurückgetretene Staatssekretäre, katastrophale Umfragewerte - und jetzt auch noch Korruptionsvorwürfe gegen Nicolas Sarkozy: Frankreichs Präsident manövriert gerade in extrem schwerer See.Die Vorwürfe wiegen schwer: Sarkozy soll seine politische Karriere teilweise mit Schwarzgeld der Multimilliardärin Liliane Bettencourt finanziert haben. Bettencourt habe Sarkozys Wahlkampf 2007 illegal mit 150000 Euro in bar unterstützt, behauptet die frühere Buchhalterin der L'Oréal-Haupteignerin, Claire T. Bereits früher hätte die heute 88-jährige Bettencourt Sarkozy Bargeld zugesteckt.Claire T. erklärte, sie habe jede Woche bis zu 50000 Euro abheben können. Für Sarkozys Wahlkampf seien schnell 150000 Euro angefordert worden. Sie habe am 26. März 2007 selbst 50000 Euro abgehoben. Bettencourts Vermögensverwalter Patrice de Maistre habe die übrigen 100000 Euro aus der Schweiz geholt.Umgehend wies Sarkozy die Anschuldigungen als "Verleumdung" zurück. Er bedauere, dass man sich mehr für jemanden interessiere, "der den Skandal schafft, als für denjenigen, der arbeitet", so Sarkozy im französischen Rundfunk.Die Justiz kann gegen Sarkozy nicht ermitteln, solange er Präsident ist. Dennoch erschüttern die Aussagen Sarkozys Regierung. Erst am Sonntag waren zwei Staatssekretäre wegen Skandalen um Bereicherung zurückgetreten. Jetzt ist Sarkozys wichtigster Minister Eric Woerth in der Schusslinie. Er soll als Schatzmeister Sarkozys die 150000 Euro von Bettencourt entgegengenommen und zudem selbst von der Milliardärin Schwarzgeld angenommen haben.------------------------------Zwischenzeile: 150000 CASH FÜR DEN WAHLKAMPF
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