Tempelgründer und geduldiger Bauherr: Vilvanathan Krishnamurty.
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Etwa 7000 Hindus leben in Berlin
In Deutschland gibt es Schätzungen zufolge 100.000 Hindus, 7000 davon in Berlin. In mehreren deutschen Städten gibt es schon Tempel, darunter bereits einen im Neuköllner Ortsteil Britz. Der nach London wohl größte in Europa steht seit 2002 in einem Gewerbegebiet in Hamm im Ruhrgebiet.
Der Berliner Tempel an der Hasenheide soll mit einer Fläche von 32 mal 27 Metern noch größer werden als der in Hamm. Das ist verglichen mit deutschen Kirchen immer noch klein. Der Tempel ist dem elefantenköpfigen Hindu-Gott Ganesha gewidmet. Der steht für Energie und Weisheit. „Wir haben gedacht, Deutschland braucht einen freundlichen Gott“, sagt Vilwanathan Krishnamurthy. Der Tamile kam 1975 aus dem indischen Bangalore als Gastarbeiter nach West-Berlin. Damals war er Schweißer, heute ist er in Rente und hilft Flüchtlingen.
Das Parkgelände hat der Verein als Erbpacht bekommen, noch bevor der Berliner Immobilienboom einsetzte und auch Neukölln erfasste. Die Gemeinde hatte Glück. „Jetzt gibt es das nicht mehr“, sagt Krishnamurthy.
Ein Hindu-Tempel für Neukölln
Blick auf das eingerüstete Eingangstor zum demnächst im Vordergrund entstehenden Hindu-Tempel.
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Der Sri Ganesha Hindu Tempel soll ein Ort für alle sein, Gläubige und Nichtgläubige sind willkommen. Etwa 7000 Hindus leben in Berlin.
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Tempelgründer und geduldiger Bauherr: Vilvanathan Krishnamurty.
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Vorstandsmitglied Krishnamurthy (l) und Architekt Ravishankar stehen vor dem Eingangstor des demnächst entstehenden Hindu-Tempels.
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Die Figur einer Hindu-Göttin wird von einem Mitglied der Hindu-Gemeinde geschmückt.
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Blick auf die Spitze des Eingangstors des demnächst entstehenden Hindu-Tempels.
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Blick auf ein Modell des im Bau befindlichen Hindu-Tempels, wie er nach der Fertigstellung mal aussehen soll.
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„Wir wollen dem Staat etwas geben, weil er uns alles gegeben hat“
Amtssprache ist Deutsch, Integration und kultureller Austausch werden ihm zufolge groß geschrieben. „Wir wollen dem Staat etwas geben, weil er uns alles gegeben hat.“ Neulich sei eine türkische Schülerin mit ihrer Klasse da gewesen. Die habe ihm erst nicht die Hand geben wollen, aber zum Abschied umarmt, erzählt Krishnamurthy.
Dieser Kurs der Gemeinde kommt an in Neukölln. Berlins berüchtigter Bezirk kann angesichts der Kriminalität von arabischen Clans auch mal gute Multikulti-Nachrichten gebrauchen. Gutes Karma kann nicht schaden.
Der Neuköllner Bürgermeister Martin Hikel (SPD) sagt, die Hinduisten seien in Berlin eine kleine, aber sehr stark wachsende Religionsgemeinde. „Besonders das friedliche Zusammenleben ist mir wichtig in unserem Bezirk, der nicht völlig frei von Konflikten ist.“ Zum Zusammenleben gehöre, dass man voneinander lernen könne. Er verspricht sich daher von beiden Neuköllner Hindu-Tempeln als Anziehungspunkte für ganz Berlin, „dass gerade die friedliebenden Hinduisten noch stärker unseren multikulturellen Bezirk prägen und bereichern“. (dpa)
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