Harting: Erst EM, dann Doppeldecker

Berlins Diskus-Riese Robert Harting plant seinen doppelten Karriere-Abschluss im...

Max Bosse
Lesezeit 2 Min
Robert Harting will noch einmal einen raushauen.

Robert Harting will noch einmal einen raushauen.

© dpa

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Der Saisonauftakt vor zwei Wochen ist misslungen, Harting verpasste die EM-Norm um 61 Zentimeter. Sein Bruder Christoph, und auch Martin Wierig und David Wrobel übertrafen die geforderten 64 Meter deutlich. Das Problem: Nur drei Deutsche dürfen bei der EM (6. bis 12. August) im Olympiastadion ran. Und da will Harting zum Karriereende unbedingt dabei sein: „Ich habe keinen Bock aufzugeben. Ein Großereignis ist viel intensiver, wenn es zu Hause stattfindet.“

Seine Beziehung zum Olympiastadion ist eng. Schon vor zwei Jahrzehnten lief er bei „Jugend trainiert für Olympia“ erstmals dort ein. Als 14-Jähriger war er beeindruckt: „Es war sehr dunkel. Wie ein riesiges dunkles Loch, größer als die Stadt, in der ich gewohnt habe.“ Das war damals noch Cottbus.

Seit dem Umbau für die WM 2006 strahlt das Stadion in neuem Glanz, und Harting ist seine Galionsfigur. Die Istaf-Macher bereiten ihm drei Wochen nach der EM einen ganz besonderen Abschied: Geworfen wird wie bei der WM 2009 in der Ostkurve und während der letzten beiden Durchgänge finden keine anderen Wettbewerbe mehr statt. Und es kommt noch besser: Direkt am Ring wird ein Doppeldecker-Bus geparkt, voll besetzt mit Freunden und den treuesten Fans. Ein schöneres Geschenk kann es für einen Sportler zum Karriereende nicht geben.

Foto: dpa

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