Harting: Breitseite gegen das Fernsehen

dr
Lesezeit 1 Min

Berlin - Rums! Der hat gesessen. Diskus-Weltmeister Robert Harting holt zum Rundumschlag aus. Der trifft die Öffentlich-Rechtlichen, weil sie die Leichtathletik-WM in Südkorea (27. August bis 4. September) nicht live übertragen wollen."ARD und ZDF sind schnell, wenn es darum geht, im Fernsehen waghalsige Debatten und Beschuldigungen über Doping auszustrahlen. Aber jene deutsche Athleten, die mit Herz und Seele für sauberen Sport kämpfen, denen schneiden sie jetzt die Kehle durch", schimpft Harting.Als "vierte Staatsgewalt" bezeichnet der 2,02-m-Hüne die Öffentlich-Rechtlichen, die über ein Drittel weniger zahlen wollten als für die WM in Berlin und deshalb die Verhandlungen beendet haben. "Die geforderte Summe steht nach meinen Erkenntnissen nicht höher als die Kosten für ein lächerliches Spiel der DFB-Elf gegen Schweden", meint der 26-Jährige. "Und schließlich zahle auch ich dafür", spielt er auf die GEZ-Gebühren an, die auch ein breites Angebot an Sport-Übertragungen ermöglichen sollen.Letzte Hoffnung für Leichtathletik-Fans in Deutschland ist nun wohl Eurosport. Beim Spartensender ist aber noch keine Entscheidung über eine Live-Übertragung der WM gefallen.------------------------------

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema