Charlottenburg

Täter auf der Flucht: Mann am Bahnhof Zoo erschossen

Kurz vor Mitternacht fielen die Schüsse am Hardenbergplatz. Rettungskräfte versuchten noch, den 30-Jährigen wiederzubeleben.

Foto von Autor/Autorin: Tobias Esters
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Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sichern in der Nacht den Tatort am Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoologischer Garten; ein Sichtschutz schirmt den Bereich hinter der Absperrung ab.

Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sichern in der Nacht den Tatort am Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoologischer Garten; ein Sichtschutz schirmt den Bereich hinter der Absperrung ab.

© Olaf Wagner/Berliner KURIER

Am Hardenbergplatz vor dem Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin-Charlottenburg ist ein 30 Jahre alter Mann erschossen worden. Die Schüsse fielen nach Angaben der Polizei kurz vor Mitternacht.

Keine Festnahmen nach den Schüssen

Rettungskräfte versuchten demnach noch am Einsatzort, den Mann wiederzubeleben. Er starb dort an seinen Verletzungen.

Vorausgegangen sei ein Streit zwischen mehreren Beteiligten, teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst X mit. Die mutmaßlichen Schützen entkamen. Festnahmen gab es nach Polizeiangaben zunächst nicht.

Wie viele Schüsse abgegeben wurden, ließ die Behörde offen. Bis in den frühen Morgen veröffentlichte die Polizei keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen führt eine Mordkommission.

Zwischen Polizeifahrzeug und Rettungswagen der Berliner Feuerwehr halten Einsatzkräfte in der Nacht einen Sichtschutz am Hardenbergplatz.

Zwischen Polizeifahrzeug und Rettungswagen der Berliner Feuerwehr halten Einsatzkräfte in der Nacht einen Sichtschutz am Hardenbergplatz.

© Olaf Wagner/Berliner KURIER

Der Fall ist nicht der einzige der vergangenen Tage. Am Sonntagmorgen (9. August) sei gegen 6 Uhr in der Stendaler Straße in Marzahn-Hellersdorf auf einen Friseursalon geschossen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Verletzt wurde dabei niemand. Zu den Hintergründen ermittelt die Polizei.

Graefekiez: Ermittler prüfen Zusammenhang zu früheren Schüssen

Zwei Tage zuvor, am Freitagabend (7. August), wurde im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg ein 22-Jähriger durch Schüsse verletzt. Er musste notoperiert werden, in Lebensgefahr schwebt er den Angaben zufolge nicht. Der Schütze entkam unerkannt, nach ihm wird weiter gefahndet.

Ob es Verbindungen zu früheren Schüssen im Graefekiez gibt, prüft die Polizei nach Angaben der Sprecherin. Auch hier hat eine Mordkommission übernommen. Sie steht im Austausch mit der Sondereinheit „Ferrum“, die das Landeskriminalamt im Herbst 2025 nach einem deutlichen Anstieg der Schusswaffenkriminalität in Berlin eingerichtet hat.

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