Harald Wolf

Roter Senator wird grüner Testfahrer

Wegen ihrer Dienstwagen stehen Politiker häufig unter Beschuss. Auch Harald Wolf (Linke), der bisher im Mercedes E 200 CDI unterwegs war. Den Dieselstinker hat er jetzt eingetauscht.

BK
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Harald Wolf sieht sich das Innenleben des Mercedes an. Der E-Motor treibt den Wagen über die Vorderachse an.

Harald Wolf sieht sich das Innenleben des Mercedes an. Der E-Motor treibt den Wagen über die Vorderachse an.

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Wolf: „Wir machen ernst mit alternativen Formen der Mobilität, prüfen sie in der Praxis.“ Wirtschafts-Staatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (Linke) fährt mit Strom, nimmt im Mercedes A-Klasse E-Cell Platz. Ihr Chef absolviert seine Termine im Mercedes B-Klasse E-Cell. Tankt Wasserstoff, der sich durch Brennstoffzellen in Energie verwandelt. Seit 14 Tagen sitzt Wolf im Null-Emissions-Wagen (136 PS, bis 170 km/h schnell). Sein erster Eindruck: „Ich kann auf dem Rücksitz bequem meine Akten lesen. Alles ist leise, keine Motorgeräusche.“

Mercedes stellte bisher 90 dieser Wagen her. Wer einen leasen will, zahlt 950 Euro im Monat (inkl. Wartung, Reifenwechsel). Immerhin 385 Kilometer reicht eine „Tankfüllung“, kostet bei „Total“ in der Holzmarktstraße (Mitte) 38 Euro.

Bisher gibt’s allerdings erst drei Wasserstoff-Tankstellen in Berlin. Bis nächstes Jahr kommen zwei neue hinzu. Im Regierungsviertel und am BER-Flughafen in Schönefeld. Hartwig-Tiedt hat Erfahrung. Sie testete bereits ein anderes Elektroauto: „Das hatte eine Reichweite von nur 100 Kilometern.“ Zweimal sei sie mangels Strom mit dem Wagen liegen geblieben... SCHA

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