Hansa-Ufer

Wutrentner besiegen Teuer-Sanierer

Ihr Kampf hat sich gelohnt: Die Rentner vom Hansa-Ufer 5 haben sich erfolgreich gegen den Investor gewehrt.

Marc Fleischmann
Lesezeit 2 Min
Die Senioren gingen auf die Straße, wehrten sich gegen den Mieten-Wahnsinn.

Die Senioren gingen auf die Straße, wehrten sich gegen den Mieten-Wahnsinn.

© Klaus Schenke Lizenz

Akelius wollte trotzdem im großen Stil modernisieren und die Mieten kräftig anheben. Viele Bewohner hätten sich das nicht leisten können. Statt zu resignieren, taten sich die Senioren zusammen und suchten die Öffentlichkeit. Über 60.000 Unterschriften haben sie bis gestern mit online (change.org/hansa-ufer-5) gesammelt.

Der Triumph: Nur 15 Prozent Erhöhung

Mit dieser Unterstützung ging eine Rentner-Wehr auf die Straße. 20 Teilnehmer protestierten vor der Zentrale des Investors am Leipziger Platz. Dort erreichten die Senioren einen Teilerfolg: Akelius will die Sanierung um drei bis fünf Jahre verschieben, wenn über die Hälfte der ungekündigten Mieter gegen eine solche Maßnahme stimmt. Bei den Mieterhöhungen spricht der Investor von „falschen und unsachlichen Anschuldigungen“.

Kein Mieter erhalte eine Erhöhung von mehr als 15 Prozent, erklärt Akelius. Bei hilfsbedürftigen Senioren werde die Miete um maximal 20 Euro pro Monat erhöht. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, der Streit geht in eine neue Runde. M.F.

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