Unter dem Motto „Aufklärung statt Verbote“ zogen die Demonstranten bei Sonnenschein mit mehreren Musikwagen vom Alexanderplatz zum Regierungsviertel am Brandenburger Tor. Viele Teilnehmer waren mit selbstgebastelten Schildern und Transparenten unterwegs. Es wurden Slogans gezeigt wie „Ohne Gras kein Spaß“, „Hope for dope“ oder „Sag Nein zu Drogenfahndern“. Andere trugen grüne Luftballons, auf denen Cannabis-Blätter abgebildet waren.
Demonstranten aus dem gesamten Bundesgebiet
Die Demonstranten kamen aus dem gesamten Bundesgebiet. „Es sind sogar Teilnehmer aus München dabei“, sagte Sprecher Martin Steldinger. Vor dem Bundesgesundheitsministerium sollte eine „Berliner Deklaration“ übergeben werden, die sich unter anderem gegen die Kriminalisierung von Kiffern richtet.
„Noch immer verlieren Berliner ihren Führerschein, nur weil sie mit Cannabis zu Hause, im Park oder sonst wo erwischt wurden“, sagte der Landesvorsitzende der Grünen, Werner Graf. Dies müsse bundesweit beendet werden. Aktivisten zeigten Plakate mit Slogans wie „Mach mich frei“ oder „Hanf auf die Felder rettet die Wälder“.
Auf einem großen, auf einen Wagen montierten Joint wurde eine „Zaubersteuer“ gefordert. Wenn Cannabis legalisiert würde, könnte der Staat auch Steuern darauf fordern und so Milliarden einnehmen, hieß es.
Entlang der Demonstrationsroute konnte nach Beobachtungen der Deutschen Presse-Agentur stellenweise ein deutlicher Cannabis-Geruch festgestellt werden. „Wir begleiten den Demonstrationszug. Wenn Hinweise auf illegalem Konsum oder Besitz von Cannabis vorliegen, gehen wir dem nach“, sagte ein Polizeisprecher. Die Hanfparade verlief nach Angaben der Beamten ohne besondere Vorkommnisse. (dpa)
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