Neukölln

Blutiger Streit um dieses Handy

Angreifer gingen mit Flaschen und Steinen auf ihr Opfer los. Hund rettete den Mann.

Philippe Debionne_richtig Klaus Oberst
Lesezeit 2 Min
Das völlig geschrottete Handy nach der blutigen Schlägerei am S-Bahnhof Neukölln.

Das völlig geschrottete Handy nach der blutigen Schlägerei am S-Bahnhof Neukölln.

© Morris Pudwell

Sie gingen mit einer abgebrochenen Flasche und einem Stein auf ihr Opfer los, schlugen und prügelten auf den Mann ein – wegen eines Handys. Der Mann wehrte sich heftig. Dann half ihm der wohl treueste Begleiter, den ein Mensch haben kann – sein Hund. Erst als er diesen von der Leine ließ, flüchtete ein Großteil der Angreifer.

Es ist die Nacht zu Mittwoch, gegen Mitternacht. Am S-Bahnhof Neukölln steht ein Mann an einem Imbiss, er hat sich etwas zu essen bestellt. Dann geht alles ganz schnell: Plötzlich tauchen mehrere zwielichtige Gestalten auf und beschimpfen den Mann.
Bereits einige Stunden zuvor soll es nach derzeitigem Ermittlungsstand zu einem Streit mit der Gruppe gekommen sein, dabei wurde dem Mann offenbar sein Handy entwendet.

Dieses Mal geht es dann richtig zur Sache: Nach Angaben eines Augenzeugen wird der Mann, als er die Pöbler auf sein zuvor gestohlenes Telefon anspricht, von mindestens zwei Personen , die mit abgebrochenen Glasflaschen und einem Stein bewaffnet sind, angegriffen. Dem Mann war klar: Diese Kerle verstehen keinen Spaß. Und sie sind zu allem entschlossen.

Handyräuber in Neukölln: Mann schlägt weiter wie wild um sich

Daraufhin greift er zum äußersten – und lässt seinen bis dahin angeleinten Hund auf die Angreifer los. Erst dann flüchten mehrere der Schläger, nur ein besonders aggressiver Mann bleibt stehen und schlägt weiter wie wild um sich.

Als wenig später die von aufgeregten Zeugen alarmierte Polizei eintrifft, attackiert der Wüterich auch die Einsatzkräfte und kann nur durch den Einsatz von Pfefferspray gebändigt werden. Anschließend wird er festgenommen und in einem Gefangenentransporter in eine Zelle gebracht.

Der Angegriffene erlitt Verletzungen an Armen, Händen und Beinen. Sein Telefon wurde zwar im Rahmen der Vor-Ort-Ermittlungen auf der Straße gefunden, jedoch völlig zerstört. Viel schlimmer jedoch: Der Hund, der sein Herrchen so brav verteidigte, lief in dem ganzen Trubel schließlich davon. Und blieb zunächst verschwunden.  

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