Kristianstad - Einmal tief durchatmen, bitte. Die deutschen Handball-Männer haben die Zwischenrunde - und damit das WM-Minimalziel - erreicht. Das 36:26 im letzten Vorrunden-Spiel gegen Tunesien war Balsam auf geschundene Seelen.Der Schock nach dem 23:30-Debakel am Mittwoch gegen Frankreich, bei dem der Weltmeister von 2007 vom Champion 2009 lächerlich gemacht wurde, saß tief. Noch in der Nacht gab es eine Krisensitzung im Team-Hotel, Bundestrainer Heiner Brand und auch Verbands-Vize Horst Bredemeier redeten der verunsicherten Truppe ins Gewissen.Ein erster positiver Effekt scheint erzielt worden zu sein. Gegen die Nordafrikaner lief es nach schleppendem Start (Johannes Bitter im Tor hielt sein Team im Spiel) immer besser. Der Sieg blieb ungefährdet. Damit war Vorrundenplatz 3 und die Zwischenrunde perfekt und der Super-GAU, das erste frühe Aus seit 37 Jahren - abgewendet.Noch ist allerdings nichts erreicht. Im Gegenteil. Deutschland geht nach den Niederlagen gegen Spanien und Frankreich mit 0:4 Punkten in die drei ausstehenden Spiele ab morgen gegen Island, Ungarn und Norwegen. Das Halbfinale ist nahezu ausgeschlossen. Und auch Platz 7, der zur Olympia-Qualifikation berechtigt, ist nur durch eine weitere Leistungssteigerung möglich.------------------------------36:26
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