Handball-WM in Katar

Fuchs Drux hofft auf das nächste Wüsten-Wunder

Vor dem Achtelfinale bei der Handball-WM in Katar gegen Ägypten redet das 19-jährige Berliner Ausnahmetalent im KURIER.

Rene Miller
Lesezeit 3 Min
Paul Drux sorgt mit den deutschen Handballern für Furore!

Paul Drux sorgt mit den deutschen Handballern für Furore!

© dpa/Robert Ghement Lizenz

KURIER: Bekommen Sie eigentlich mit, dass euch die Fans in Deutschland richtig feiern?

Paul Drux: Klar bekomme ich das mit. Wir sind ja über Facebook mit der Heimat verbunden. Dieser Zuspruch und diese große Euphorie tut richtig gut.

Was ist eigentlich das Geheimnis eures Erfolgs?

Wir haben eine tolle Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern, die richtig gut miteinander harmonieren. Außerdem gehen wir jedes Spiel aufs Neue voll konzentriert an. Wir denken nur an den nächsten Gegner und nicht an ein mögliches Halbfinale oder Ähnliches.

Also ist jetzt erst einmal nur Ägypten in den Köpfen …

Das muss auch so sein. Denn die schlägt man nicht mal so im Vorübergehen. Da kann man schneller rausfliegen, als man denkt. Ägypten spielt eine sehr aggressive Abwehr. Da müssen wir uns sehr viel bewegen und immer zum Tor ziehen.

Wie kommt man als Spieler mit den fast leeren Rängen in der Halle klar?

So leer sind die Ränge gar nicht. Bei unseren Spielen werden wir von vielen deutschen Fans unterstützt. Auch von den anderen Teams sind viele Anhänger mitgereist. Nur ist die Arena eben sehr groß. Da bleiben viele Plätze frei.

Sie werden von allen als Supertalent angesehen. Wie sind Sie mit sich bisher selbst zufrieden?

Mit großem Lob kann ich ganz gut umgehen. Wichtiger ist, dass ich mich gutfühle und in jedem Spiel immer das Beste gebe. Und da kann ich bisher mit mir ganz zufrieden sein. Trotzdem weiß ich, dass ich noch viel lernen muss. Dafür bin ich ja aber auch hier.

Was war bisher das schönste und härteste Duell auf der Platte? Gegen wen wollen Sie unbedingt noch spielen?

Das ist schwer zu sagen, da bis auf die Partie gegen die Saudis alle vier Spiele bis zum Schluss sehr, sehr spannend waren. Mein Highlight war natürlich, gegen Dänemarks Mikkel Hansen zu spielen. Einen direkten Wunschgegner habe ich aber nicht.

Welches Team hat Sie bisher am meisten überzeugt? Wer wird Weltmeister?

Mannschaften wie Katar oder uns, die vorher niemand groß auf dem Schirm hatte, sorgten bisher für einige Überraschungen. Doch die Favoriten bleiben immer noch Dänemark, Frankreich und Spanien.

Sie haben ja aller zwei Tage ein Spiel. Bleibt trotzdem bisschen Zeit, die Region zu erkunden? Waren Sie schon in der Wüste? Oder nur shoppen?

Am Freitag haben wir zum Beispiel eine Wüstensafari gemacht. Das war total interessant. In der Citymall war ich natürlich auch schon. Ein wenig Freizeit bleibt also doch noch, um was von der Stadt zu sehen. Im Zuge der WM-Bewerbung für 2019 war ich letztes Jahr aber schon mal hier.

Wie sieht so ein WM-Tag bei Ihnen aus?

Frühstücken, im Anschluss schwimme ich ein bisschen im Pool. Dann gibt es Mittagessen und Zeit zum Ruhen. Und danach geht es auch schon zum Spiel.

Das Interview führte René Miller.

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