Hammerhart gegen Stuttgart

Hertha BSC: Das ist die Berliner Lust, Lust, Lust

Hertha BSC haut Stuttgart weg, weil Lustenberger den Hammer auspackt.

André Bellert
Lesezeit 3 Min
Küsschen, Küsschen! Fabian Lustenberger feiert sein 2:1 mit Kusshändchen.

Küsschen, Küsschen! Fabian Lustenberger feiert sein 2:1 mit Kusshändchen.

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Krawumm und rein das Ding! Lusti ballert die Kugel per Volley zum 2:1 ins VfB-Tor.

Krawumm und rein das Ding! Lusti ballert die Kugel per Volley zum 2:1 ins VfB-Tor.

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VfB-Keeper Vlachodimos chancenlos.

VfB-Keeper Vlachodimos chancenlos.

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Vorher schoss Genki Haraguchi Hertha schon mit 1:0 in Führung.

Vorher schoss Genki Haraguchi Hertha schon mit 1:0 in Führung.

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„Wenn ich treffe, dann meistens richtig schön“, konterte Lusti mit einem breiten Grinsen. „Mein Kracher gegen Aachen oder auch mein letztes Tor gegen den KSC. Das war sogar das Tor der Hinrunde. Vielleicht sollte Sebastian Langkamp sich mal die Videos ansehen“, scherzte er weiter. Wahnsinnige 2664 Tage ist der Treffer gegen die Freunde aus Karlsruhe her, fast sieben Jahre!

Umso schöner, dass es gestern wieder klappte. Lusti blieb, trotz innerer Freude ansonsten aber betont sachlich, ging auch nach seinem Traumtor als Capitano voran. „Wer trifft, ist zweitrangig, ob das Salomon Kalou macht oder ich. Wir freuen uns, dass wir sieben Punkte aus vier Spielen haben.“ Wahrlich, ein wunderbarer Start.

Der Auftakt klappte auch gegen die VfB-Elf von Alexander Zorniger. Der starke und quirlige Japaner Genki Haraguchi vernaschte Adam Hlousek nach toller Vorlage von Mitchell Weiser – der seine Startelf-Premiere feierte – und netzte cool ein (14.). Danach verloren die Blau-Weißen aber wieder die Kontrolle.

„Nach dem 1:0 sind wir in alte Muster verfallen, wie letztes Jahr“, sagte Trainer Pal Dardai unzufrieden. „Nach der Führung war es schwer“, sagte auch Langkamp. Die ersten 20 Minuten waren sehr gut. Danach haben wir den Faden verloren. Ich weiß nicht, woran das liegt. Ist das Selbstvertrauen oder Angst? Ich weiß es nicht“, haderte der Siegtorschütze Lusti.

Und weil Schiedsrichter Tobias Stieler ein Foul an Roy Beerens nicht pfiff, dafür aber kurz darauf das Foul an Martin Harnik, durfte der VfB den Ausgleich machen. Freistoss von Daniel Didavi auf den freien Toni Sunjic (36.). „Den nehme ich auf meine Kappe“, so Hertha-Kapitän Lusti. Danach drückten die Schwaben immer wieder an, hatten etliche Flanken und Hertha Glück, dass die VfB-Offensive nicht wirklich gefährlich wurde.

Mit Lustenbergers Hammer ging es in die Pause. Die zweite Hälfte hatten die Blau-Weißen nach einer ordentlichen Ansage von Dardai im Griff, den Dreier dank Lusti im Sack. Und dieses Tor kann man sich immer wieder und wieder und wieder auf Video anschauen. Muss man auch, denn so häufig trifft Lusti ja nicht. Das haben wir gelernt. Aber eben auch, dass wenn er trifft, dann wunderschön.

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