„Das fünfte Spiel zu gewinnen, wäre mir lieber als das siebte“, sagte Lolle (26) nach dem berauschenden 6:1 am Mittwochabend. Denn ein siebtes Spiel „ist so eine Sache mit den Nerven“ . Letztes Jahr vergeigten die Berliner das entscheidende Match, die Kölner Haie zogen ins Halbfinale ein.
Dass die Bären nach vier Spielen und dem 2:2-Serienausgleich vom Halbfinale träumen dürfen, liegt an der plötzlichen Torexplosion. 17 Tore haben die Bären gegen die Adler schon geschossen. Lolle Braun, in der Hauptrunde noch Chancentod, langte beim 6:1 gleich doppelt zu: „Ich versuche einfach, einen Tacken mehr zu geben. Heute hat alles gepasst, das nehme ich gerne mit.“ Beim 4:1 hatte Kapitän André Rankel mustergültig aufgelegt.
Das neue Erfolgsgeheimnis klingt dabei so einfach: „Wir haben die Mannheimer ausgekontert und haben den Schuss gesucht. Wenn er nicht direkt reingeht, gibt es noch die Chance auf den Rebound.“
Genau so wollen die Berliner jetzt auch in der Adler-Arena auftreten. „Wir müssen aufwärts spielen wie zu Hause“, fordert Lolle. „Im ersten Spiel waren wir nah dran und haben gezeigt, dass wir es auch dort können.“
Allerdings warnt er vor der Reaktion der Adler, die am Mittwoch ja regelrecht aus der Halle geschossen wurden. „Sie wollen es uns zurückzahlen, darauf sind wir gefasst.“ Lolle wird mit seinem Hammer jedenfalls bereitstehen.
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