Haftbefehle vollstreckt

Das gezinkte Spiel der Höllenengel

Rocker nahmen als Pokerbetrüger reiche Mitspieler aus.

Andreas Kopietz
Lesezeit 2 Min
Wieder sind Rocker im Visier der Fahnder. Sie sollen betrügerische Pokerrunden veranstaltet haben.

Wieder sind Rocker im Visier der Fahnder. Sie sollen betrügerische Pokerrunden veranstaltet haben.

© dpa

300 Polizisten durchsuchten am Dienstag in sieben Bundesländern insgesamt 23 Objekte – neben sechs Objekten in Berlin auch welche in Dresden, Hamburg, Rostock, Cottbus, Markkleeberg, Zwickau, Leimen und Wörth am Rhein. Sie vollstreckten sechs Haftbefehle.

Bewusster Betrug in der Pokerrunde

15 Beschuldigte, von denen einige zum Berliner Hells Angels MC gehören, sollen illegale und manipulierte Pokerrunden veranstaltet haben. Das LKA Sachsen ermittelt wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges.

Laut Polizei sollen die Verdächtigen seit mindestens April 2014 regelmäßig Pokerrunden mit vermögenden Spielern organisiert haben. Dabei sei mit speziellem technischen und entsprechend manipuliertem Equipment bewusst betrogen worden.

Datenträger, Drogen und manipuliertes Equipment

Pro Spieltag ergaunerte die Bande einen vier- bis fünfstelligen Betrag. Die Ermittler gehen von einem Gesamtgewinn von mindestens 660.000 Euro aus, wobei sie glauben, dass noch nicht alle Taten ermittelt sind. Die bisher bekannten Pokerrunden gab es in Dresden, Hamburg, Rostock, Zwickau, Leipzig sowie auf Mallorca.

Bei der Razzia entdeckten die Fahnder Datenträger, Drogen, eine Schusswaffe und manipuliertes Equipment. Wie genau das Equipment manipuliert wurde, sagt die Staatsanwaltschaft Dresden „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht.

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