Gegen Nürnberg schmorte der Brasilianer in den ersten 45 Minuten nur auf der Bank. In Hamburg wird Raffa die blau-weiße Ideenlosigkeit in der Offensive von Beginn an bekämpfen. Babbel lobt den Zauberzwerg plötzlich: „Er hat mir im Training sehr gut gefallen. Er ist kein normaler Spieler, er kann ein Match alleine entscheiden. So, wie er jetzt gearbeitet hat, habe ich immer einen Platz für ihn.“
War also alles nur ein großes Missverständnis? Noch vor Wochen kritisierte Babbel seinen sensiblen Kreativspieler, der sich im Training und in den Testspielen immer mehr zurückzog.
„Ich glaube, ich kann sagen, dass ich sehr viel mit Raffa gesprochen habe. Er kommt immer in der Vorbereitung schwer in die Gänge“, sagt Babbel jetzt. Doch dann stellt der Coach klar: „Wir brauchen ihn. Ich hoffe, dass er uns hilft. Er hat diese außerordentlichen Qualitäten, die er nur konstant abrufen muss.“
Der neue Kuschelkurs geht sogar noch weiter. „Es macht Spaß, mit Raffa zu arbeiten. Er kann sein Level in der Bundesliga noch steigern. Da muss er hinkommen. Er hat in der Zweiten Liga bewiesen, dass er auch in der Defensive sehr gut arbeitet“, so Babbel.
Raffa wird diese Worte gerne hören. Vielleicht sind es genau diese Sätze, die er braucht, um in Hamburg eine Gala hinzulegen. W.H.
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